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Kapitel II.
Wärmemesser im Winter, im Monat Januar und Februar,um Mittag zwischen i 5 und 17 Graden; die stärkste Hitzedes Sommers steigt nicht über 25 oder 26 Grade: sie istmithin um 5 bis 6 Grade geringer als die Extreme, welcheder Wärmemesser jedes Jahr in Paris, in Berlin und in Peters-burg erreicht. Diese Resultate sind aus den Beobachtungengezogen, welche Hr. Savaggi vom Jahr 1795 bis 1799 ange-stellt hat. Die mittlere Temperatur der Küsten von Tenerif-fa scheint sich wenigstens bis auf 2 1 0 R.) zu erheben,
und ihr Klima hält die Mitte zwischen dem Klima von Nea-pel und dem der heifsen Zone. Auf der Insel Madera .sinddie mittlern Temperaturen der Monate Januar und Augustnach Heberden und 23 °, 8 , während sie in Rom 5 °,6
und 26°,a betragen. Aber ungeachtet der grofsen Aehn-lichkeit, welche man zwischen dem Klima von Madera und von Teneriffa beobachtet, sind die Pflanzen der erstenInsel im Allgemeinen weniger delikat, um nach Europa ver-pflanzt zu werden, als die von Teneriffa . Der Cheiranthuslongijolius von Orotava zum Beyspiel erfriert zu Montpel-lier , nach der Beobachtung des Hrn. De Candolle , wäh-rend der Cheiranthus mutabilis von Madera daselbst imfreyen Lande aushält. Die Hitze des Soinmei’s verlängertsich weniger auf Madera als auf Teneriffa .
Die Region der Weinreben bietet unter ihren vegetabili-schen Produkten acht Arten baumartiger Euphorbien, meh-rere Mesembryanthemen, welche sich vom Kap der gutenHoffnung bis in den Peloponnes vervielfältigt haben, die Ca-caliaKleinia, den Drachenbaum und andere Pflanzen dar,'die in ihren nackten gewundenen Stämmen, in ihren saf-tigen Blättern und in ihrer blaulichgrünen Farbe die Zügedarstellen, welche die Vegetation Afrikas unterscheiden.In dieser Zone baut man den Dattelbaum, die Banane, dasZuckerrohr, den indischen Feigenbaum, das Arum coloca-sia, dessen Wurzel den Volksklassen ein nährendes Mehl