j Buch I.
276
liefert, ferner denOelbaum, die Fruchtbäume Europas , dieRebeund die Getreidearten. Das Getreide wird vom Ende desMärz bis in den Anfang des Mavs geerntet, und man hat mitErfolg die Kultur des Brotfruchtbaums Von Otaheite , desZimmtbaums der molükkischen Inseln, des Kaffeebaums Ara-biens und des Cacaobaums Amerikas versucht. An meh-rern Punkten der Küste nimmt das Land ganz den Cha-rakter einer Landschaft der Tropen an; und man erkenntdafs die Region der Palmen sich über die Gränzen derbeifsen Zone hinaus erstreckt. Der Chamserops und derDattelbaum kommen sehr gut in den fruchtbaren Ebenenvon Murviedro, an den Küsten von Genua, m der Pro-vence bey An tibes, in 39 ° und 44° der Breite fort; eini-ge Baume dieser letzten Art, welche innerhalb der Mauernder Stadt Rom gepflanzt sind, widerstehen selbst einerKälte von 2°,5 unter dem Gefrierpunkt. Aber wenn dassüdliche Europa nur wenig an den Geschenken Theilnimmt, welche die Natur in der Zone der Palmen ver-breitet bat, so ist die Insel Teneriffa , welche in der Pa-rallele Aegyptens, des südlichen Persiens und Floridas liegt-, Schon mit den meisten vegetabilischen Formen ge-ziert, welche die Majestät der Landschaft in den, demAequator nahen, Gegenden erheben.
Wenn irjäii die verschiednen Haufen einheimischerPflanzen durchgeht, vermisst man ungern Bäume mitkleinen gefiederten Blättern und baumartige Gräser. Kei-ne Art der zahlreichen Familie der Sensitiven hat ihreWanderungen bis in den Archipel der canarischen In-seln ausgedehnt, während man in beyden Continentenderen bis in 38° und 4 : o° Breite entdeckt hat. In Ame-rika geht die Schranckia uncinata von Willdenouo *) bisin die Wälder Virginiensj in Afrika wächst die Acaciä
*) Mimosft horridul» , Michaux.