288
Buch 1.
merkliche Unterschiede von den ägyptischen Mumienerkannt. Wenn man die der Guanen öffnet, so findet mandarin die Reste gewürzhafter Pflanzen, unter denen manimmer das Chenopodiuin ambrosioides erkennt: oft sinddie Leichname mit Schnüren geziert, an denen kleineScheiben von gebrannter Erde hängen, welche als Zahl-zeichen gedient zu haben scheinen, und den Guipposder Peruaner, der Mexicaner und der Chinesen ähn-lich sind.
Da in der Regel die Bevölkerung der Inseln weni-ger den Veränderungen ausgesetzt ist, welche die Fol-ge von Auswanderungen sind, als jene der Continente,so kann man annehmen, dafs von der Zeit der Cartha-ginenser und Griechen der Archipel der eanarischen In-seln von der nämlichen Menschenrafe bewohnt wurde,welche die normannischen und spanischen Eroberer vor-fanden. Das einzige Denkmal, welches geeignet ist, ei-nige Aufklärung über den Ursprung der Guanen zu ver-breiten, ist ihre Sprache 5 aber unglücklicherweise blei-ben uns von denselben nur ungefähr hundert Und fünf-zig Worte übrig, deren mehrere die nämliche Gegenstän-de nach dem Dialekt der verschiednen Inseln bezeichnen.Aufser diesen Worten, welche man sorgfältiggesammelt hat,sind noch kostbare Fragmente in den Benennungen einergrofsen Anzahl von Dörfern, Hügeln und Thälern vor-handen. Die Guanen wie die Basken, die Hindus, diePeruaner und alle ursprüngliche Völker hatten die Ortenach der Beschaffenheit des Bodens, welchen sie anbauten,nach derForm der Felsen, deren Höhlen ihnen zum Schutzdienten, nach der Natur der Bäume, welche die Quellen be-schatteten , benannt.
Man hat lange Zeit geglaubt, die Sprache der Guanenhabe keine Aehnlichkeit mit den lebenden Sprachen 5 aberypeit die Reise von Hornemann und die scharfsinnigen For-
Schün-