Kapitel III. 30k
West wehte. Welche aufserordentliche Unterbrechungmufs man nicht in dem Gang der Luitströine voraussetzen,um einen Wirbelwind zu erklären, der ohne Zw r eifel zu-gleich die Regehnäfsigkeit der stündlichen Veränderungendes Barometers zerstört haben wird.
Einige spanische Schifl’fahrer schlugen neuerlich, umnäch den Antillen und an die Küsten des festen Landes zugehen, einen von demjenigen völlig verschiednen Weg vor,welcher von Christoph Cokimhns gemacht wurde. Sie ra-then, nicht südlich zu steuern, um die regelmäfsigen Win-de zu gewinnen, sondern zu gleicher Zeit die Länge undBreite, auf einer Diagonal-Linie von dem Cap Saint-Vin-cent bis nach Amerika zu verändern. Diese Methode, bcywelcher man seinen Weg verkürzt, indem man den Wen-dekreis ungefähr zwanzig Grade westlich Von dem Punktdurchschneidet, wo ihn gewöhnlich die Piloten durch-schneiden, wurde mehreremale mit Erfolg von dem Ad-miral Gravina befolgt. Dieser erfahrne Seemann, welcherin der Schlacht von Trafalgar einen rühmlichen Tod fand,kam imJ. 1802 aüfdiesern schiefen Weg zuSt.Domingo meh-rere Tage vor der französischen Flotte an ; ungeachtet Be-fehle des Hofes von Madrid ihn genöthigt hatten, mit seinerEskader in dem Hafen von Ferrol einzulaufen, und daselbsteinige Zeit zu verweilen.
Das neue System der Schifffahrt kürzt den Weg vonCadix nach Cumana um ein Zwanzigtheil ab; aber daman nur in 40° Länge an den Wendekreis kommt, so gibtman sich dem Zufall preis, länger mit den veränderlichenWinden, welche bald aus Süden, bald aus Süd-VVesten we-hen, kämpfen zu müssen. In dem alten System ist derIVachtheil, einen langem Weg machen zu müssen, durchdie Gewifsheit compensirt, die regelmäfsigen Winde frü-her zu finden, und sie während eines gröfsern Theilsder Ueberlahrt benutzen zu können. Während meine*