Band 
Erster Theil.
Seite
304
JPEG-Download
 

304

Buch 1.

von Fayal , einer der azorischen Inseln, zwischen 26 Und56 Graden der Breite. Die Temperatur des Oceans ist indiesen Gegenden 16 bis 20 Grade, und die Nord-Westwin-de, die daselbst bisweilen heftig wehen, treiben schwim-mende Inseln von Yarech in geringe Breiten bis in die Pa-rallelen von 2i| und selbst 20 Graden. Die Schilfe, welcheentweder von Mondevideo oder vom Cap der guten Hoff-nung nach Europa zurückkehren, durchschiffen diese Bän-ke; von Fucus, welche die spanischen Piloten als gleich ent-fernt von den kleinen Antillen und von den canarischen In-seln ansehen: sie dient ihnen wenigstens, ihre Länge zurectificiren. Die zweyte Bank von Fucus ist wenig be-kannt: sie nimmt einen viel kleinern Raum in 22 und 26Graden der Breite, achtzig Seemeilen westlich vom Meri-dian der Bahainen ein. Man begegnet ihr, wenn man vonden Caiquen nach den Bermuden geht.

Oh man gleich Arten von Varech*) beobachtet hat,deren Stämme bey 800 Fufs Länge haben, und ob-schon diese See-Cryptogainen sehr schnell wachsen, soist es doch nichts desto weniger gewifs, dafs in denGegenden, welche wir eben beschrieben, die Tangen,weit entfernt, auf dem Roden angeheftet zu seyn, in losge-gemachten Partien auf der Oberfläche des Wassers schwim-men. In diesem Zustand kann die Vegetation nicht längere

Zeit

yon Afrika bezogen werden kann, wie eine analoge Stelle imPcriples des Scy lcu r. Tableaux de la Nat. T. I, p. 98. In derVoraussetzung, dafs das mit Kraut erfüllte Meer, welches den Gangder phonicischen Schiffe aufhielt, das Mar de Zargasso war, hatinan nicht nothig anzunehmen, dafs die Alten das atlantischeMeer über den 3 osten Grad westlicher Länge vom Meridian vonParis hinaus durchschifft haben.

*) Der Baudreux der Maluinen; Fucus giganteus , Förster ; 0de*Laminaria pyrifsra , Lamour•