Band 
Erster Theil.
Seite
307
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Kapitel III. 307

Bewegungen des Aufsteigens gegen die Oberfläche desWassers nicht unumgänglich nothwendig ist. Bey ei-nem jungen Exocoetus von 5,8 Zoll Länge, bot jededer Brustflossen3 welche als Flügel dienen, der Luftschon eine Oberfläche von Quadratzollen dar. Wirsahen, dafs die neun Nervenstränge, welche zu den zwölfStrahlen dieser Flossen gehen, heynahe dreymäl so gtofssind; als die Nerven, welche zu deh Bauchflossen gehö-ren. Wenn man durch die galvanische Electricität dieersteren von diesen Nerven reizt; so entfernen sich dieStrahlen, an welchen die Haut der Brustflosse befestigtist, mit einer fünfmal gröfsern Kraft, als die andern hflös-sen sich bewegen, wenn man sie mit den nämlichen Me-tallen galvanisirt. Auch ist der Fisch fähig, sich in ho-rizontaler Richtung, bis in eine Entfernung von 20 Fufs,fortzuschwingen, ehe er von Neuem die Oberfläche desMeers mit dem Ende seinen Flössen berührt. Man hatsehr schicklich diese Bewegung mit der eines plattenSteins verglichen, welcher einen oder zwey Fufs hochüber die W r ellen aüfhüpft. Ungeachtet der erstaunli-chen Geschwindigkeit dieser Bewegung kann man sichüberzeugen, dafs das Thier während des Sprungs dieLuft schlägt, das heifst; dafs es abwechselnd die Brust-flossen öffnet und schliefst. Die nämliche Bewegung")wurde bey dem fliegenden Sdorpenus der Flüsse Japan's beobachtet, der ebenfalls eine grofse Schwimmblase ent-hält, während die meisten Scorpenen, welche nicht flie-gen, derselben ermangeln. *) **) Die Exocoetus, wie fast allemit Bronchien versehenen Thierc, haben den Vorzug,***)

*) Lacepede, Hist. nat. des poissons. T. III. p. 290.

**) S. porcus, S. scrofa, S. dactyloptern. Detaröche, Ami. du Mu-s&um, T. XIV. p. r8g.

***i Mem. d’Arcueil, T. II. p.397.