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Buch I.
ziemlich lang, und mit denselben Organen eben so wol imWasser als in der Luft athmen zu können, das heifst,den Sauerstoff der Atmosphäre wie dem Wasser, in wel-chem er aufgelöst ist, zu entziehen. Sie bringen einengrofsen Theil ihres Lebens in der Luft zu, aber die-ses Leben ist nichts desto weniger unglücklich. Wennsie das Meer verlassen, um der Gefräfsigkeit der Dora-den zu entgehen, so finden sie in der Luft Fregatten,Albatrossen upd andere Vögel, welche sie im Flug er-haschen. So werden an den Ufern des Oronoco Schaa-ren von Cavien,*) welche das Wasser verlassen, um denCrocodillen zu entgehen, an dem Strande, ein Raub derJaguare.
Ich zweifle indessen, dafs die fliegenden Fische sich ein-zig deswegen über das Wasser schwingen, um sich der Ver-folgung ihrer Feinde zu entziehen. Den Schwalben ähnlich,bewegen sie sich zu Tausenden in gerader Linie und ineiner, beständig jener der Wellen entgegengesetzten, Rich-tung. In unsern Klimaten sieht man oft an den Uferneines Flusses, dessen klares Wasser von den Strahlen derSonne getroffen wird, einzelne Fische, die folglich kei-nen Grund zur Furcht haben, über die Oberfläche hüp-fen, als ob sie ein Vergnügen.daran fänden, Luft zu ath-men. Warum sollten diese Belustigungen nicht häufigerund von längerer Dauer bey den Exocceten seyn, denenes durch die Gestalt ihrer Brustflossen und durch ihr ge-ringes specifisches Gewicht**) aufserordentlich leicht wird,sich in der Luft zu erhalten? Ich lade die Naturfor-scher ein, zu untersuchen, ob andere fliegende Fischez. B. der Exocoetus exiliens, die Trigla volitans und dio
*) Cavia capybara, L.
"YCuvier, in den Arm. du Museum , T. XIV. p. 1 65 ; und DelaiXfrehe, ebendaselbst, p. s6s (Note).