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Kapitel III.
Die niedern Gegenden der Luft waren seit einigenTagen mit Dämpfen angeschwängert. Wir sahen erst inder Nacht vom ^ten zum 5ten Julius, im löten Gradder Breite, das Kreuz des Südens zum erstenmal deut-lich: es war stark geneigt und erschien von Zeit zu Zeitzwischen Wolken, deren Mittelpunkt von dem Wetter-leuchten gefurcht, ein silberfarbenes Licht zurückwarf.Wenn es einem Reisenden erlaubt ist, von seinen per-sönlichen Rührungen zu reden, so setze ich hinzu, dafsich in dieser Nacht einen der Träume meiner ersten Ju-gend in Erfüllung gehen sah.
Wenn man anfängt, den Blick auf geographischeCharten zu heften und die Beschreibungen der Reisen-den zu lesen, so fühlt man eine Art von Vorliebe fürgewisse Länder und Klimate, von welcher man sich ineinem hohem Alter nicht wohl Rechenschaft geben kann.Diese Eindrücke haben einen merkbaren Einflufs auf un-sere Entschlüsseund wir suchen uns wie instinktmäfsigmit den Gegenständen in Beziehung zu setzen, welcheseit langer Zeit einen geheimen Reiz für uns hatten. Ineiner Epoche, wo ich den Himmel studirte, nicht ummich der Astronomie zu widmen,--sondern um die Ster-ne kennen zu lernen, wurde ich von einer Furcht in Be-wegung gesetzt, welche denjenigen unbekannt ist, dieeine sitzende Lebensart liehen. Es schien mir schmerz-'haft, der Hoffnung zu entsagen, die schönen Sternbil-der zu sehen, welche in der Nähe des Südpols liegen.Ungeduldig, die Gegenden des Aeguators zu durchwan-dern, konnte ich die Augen nicht gegen das gestirnteGewölbe des Himmels erheben, ohne an das Kreuz desSüdens zu denken, und ohne mir die erhabne Stelle desDante ins Gedächtnifs zurückzurufen, welche die berühm-testen Commentatoren auf dieses Sternbild bezogen haben;