Band 
Erster Theil.
Seite
314
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Jo rni volsi a mnn destra e posi mente:stlU altro polo c vidi quattro stelleNon viste mai fnor eh' alla prima gente,

Goder parea lo ciel di lor fiainmelle;

O settentrional vedovo sito

Poi che privato se' di mirar quelle!

Die Befriedigung^ welche wir bey der Entdeckung die-ses Kreuzes des Südens empfanden, wurde lebhaft von den-jenigen Personen der Schiffsmannschaft getheilt, welchedie Colonieh bewohnt hatten. In der Einsamkeit der Mee-re grüfst man einen Stern wie einen Freund, von'dem manlange Zeit getrennt war. Bey den Portugiesen und Spa-niern scheinen noch besonderere Gründe dieses Interesse zuvermehren ; ein religiöses Gefühl macht ihnen ein Stern-bild lieb, dessen Form ihnen das Zeichen des Glaubensins Gedächtnifs ruft, welches von ihren Voreltern in denWüsten der neuen Welt aufgepflanzt wurde.

Da die beyden grefsen Sterne, welche die Spitze undden Fufs des Kreuzes bezeichnen, ungefähr die nämlichegerade Aufsteigung haben, so mu(s das Sternbild indemAugenblick, wo es durrh den Meridian geht, beynahe senk-recht stehen. Diesen Umstand kenhen alle Völker, welchejenseits des Wendekreises, oder in der südlichen Hemisphä-re wohnen. Man hat beobachtet, um welche Zeit in derNacht, in Verschiednen Jahrszeiten , das Kreuz im'Südengerade oder geneigt ist. Es ist dies eine Uhr, welche ziem-lich regelmäfsig, nahe zu um ^Minuten täglich, vorrückt, ,und kein anderes Sternbild bietet bey dem blofsen Anblickeine so leicht anzustellende Beobachtung derZeit dar. Wieoft hörten wir in den Savanen von Venezuela oder in derWüste, welche sich von Lima nach Truxillo erstreckt,unsere Wegweiser sagen; „Mitternacht ist vorboy, dasKreuz fängt an sich zu neigen.“ Wie oft haben diese Wor-