Band 
Erster Theil.
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Kapitel III.

In den interessanten Erfahrungen, welche von den HH.Förster, Blad/i, Wales , ELlis und Peron über die Schnel-ligkeit der Wärme-Abnahme im Ocean sind gemacht worden,wurde diese Abnahme so ungleich befunden, dafs ein Graddes hunderttheiligen Wärmemessers bald zwölf, bald acht-zig und mehrern Toisen entspricht. Alan kann annehmen,dafs im Allgemeinen die Temperatur sechsmal schnellerim Meer abnlmnit, als in der Atmosphäre, und wegen die-ser Yertheilung der Wärme in diesen beyden Elementenfinden Pflanzen und Thiere, welche denen der Polarge-genden ähnlich sind, unter der heifsen Zone an dem Ab-hang der Berge und in der Tiefe des Oceans das Klima,weiches ihrer Organisation zuträglich ist.

Die nämlichen Ursachen, denen man die mäfsigeWärme zuschreiben mufs, welche man bey einer Schiff-fahrt zwischen den Tropen empfindet, bringen auch ei-ne sonderbare Gleichheit in der Temperatur des Tagsund der Nacht hervor. Diese Gleichheit ist noch grös-ser auf dem Meer, als in dem Innern der Continente.In der Provinz Cumana, in der Mitte grofser, wenigüber die Oberfläche des Oceans erhöhter, Ebenen, erhältsich der Wärmemesser gewöhnlich gegen Aufgang derSonne 4 bis 5 prade niederer, als 2 Stunden nach Mittag.In dem atlantischen Ocean im Gegentheil, zwischen n und17 Graden Breite, betragen die gföfsten Veränderungender Wärme selten mehr als i°,5 bis 2 Grade, und ich habeoft beobachtet, dafs von 6 Uhr des Morgens bis Abends5 Uhr der Wärmemesser sich nicht um o°,8 veränderte.Indem man vierzehn hundert thermometrische Beobach-tungen durchgeht, welche von Stunde zu Stunde wäh-rend der Expedition des Hrn, v. Krnsenstern in derAequinoctial - Gegend des Südmeeres gemacht wurden,sieht man, dafs die Temperatur der Luft vom Tag

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