Band 
Erster Theil.
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Scheinlich, dafs die Vei’änderungen der Strömungen die-se außerordentlichen Anomalien veranlassen, und dafsder gröfste Kreis, welcher durch die Punkte geht, wo dasSeewasser am wärmsten ist, den Aequator unter einemW inkel durchschneidet, welcher veränderlich ist, je nach-dem die Abweichung der Sonne nördlich oder südlichist. Diese Phänomene, die vielleicht mit denen der Grän -ze der regehnäfsigen Winde und des Maximum der Ge-salzenheit des Meers in Verbindung stehen, verdienenmit Sorgfalt untersucht zu werden, aber man darf überden Mangel genauer Beobachtungen über die Tempe-ratur der Aequatorial-Meere nicht erstaunt seyn, wennman sich erinnert, dafs wir noch nicht einmal die ther-mometrischen Veränderungen in den Europa nahen Mee-ren kennen. *)

*) Vergebens habe ich seit meiner Zurückkunft im Jahr 1804 dieNaturforscher, welche die Küsten des Oceans in Spanien , inFrankreich und in England bewohnen , aufgefordert, für je-den Monat des Jahrs die mittlere Temperatur des Meers an sei-ner Oberfläche, verglichen mit der mittlern Temperatur derLuft an den benachbarten Küsten, zu bestimmen. Was über die-sen Gegenstand öffentlich bekannt gemacht wurde, gründet sichentweder auf theoretische Betrachtungen, oder auf eine kleineAnzahl Beobachtungen, welche nicht auf offener See, sondernin Seehäfen und vor Wind und Wetter geschützten Rheden ge-macht wurden. Welches ist das Maximum der Kälte, das derOcean in 45° Breite erreicht, wenn man das Mittel mehrererTage nimmt 9 Welchem Monat entspricht dieses Maximum? Manversichert, dafs bey Marseille das Meer nie kälter ist als 6°,5,und nie wärmer als 25°, ungeachtet die Extreme der Temperaturder Luft oft — 4° und. -+■ 35° seyn sollen. ( Mem . de la Soc*royale de Med. , 1 77B , p. 70). Kann man annehmen, dafs aufder offenen See die Wärme des atlantischen Oceans in 4^° Brei-te sick auf 2o° Grad erhebe?