Band 
Erster Theil.
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Kapitel IV.

welche wir auf dem Continent von Amerika pflückten,war die Avicennia tomentosa *), welche an dieser Stellekaum 2 Fufs Höhe erreicht. Dieses Gesträuch, das Se-suvium, die gelbe Gomphrena und die Caktus bedeck-ten die von salzsaurer Sode durchdrungenen Erdstriche;sie gehören zu der kleinen Anzahl von Gewächsen, diein Gesellschalt leben, wie die Heiden Europas , und diesich in der heifsen Zone nur an den Ufern des Meersund in den hohen Gebirgsplatten der Anden linden **).Die Avicennia von Cumana unterscheidet sich noch durcheine andere, nicht minder merkwürdige Eigenheit: sieliefert das Beyspiel einer Pflanze, die den Erdstrichendes südlichen Amerikas und den Rüsten von Malabargemein ist.

Der indianische Pilote führte uns durch seinen Gar-ten, der mehr einem Gehölz glich, als einem cultivirtenBoden. Er zeigte uns als einen Beweis der Fruchtbar-keit dieses Climas einen Baumwollenbaum (Bombax hep-taphyllum) dessen Stamm in seinem / t ten Jahr nahe anzwey und einen halben Fufs Durchmesser erreicht hatte.Wir haben an den Ufern des Orenocos und des Magda-lenen Stroms beobachtet, dafs die Bombax, die Caroli-neen, die Ochroma und andere Bäume aus der Familieder Malvenartigen ein aufserordentlich schnelles Wachs-thum haben. Ich denke indessen, dafs in dem Berichtdes Indianers über das Alter des Baumwollenbaums einige

*) Mangle prieto.

**) Ueber die aufserordentlichc Seltenheit gesellschaftlicher Pflanzenzwischen den Tropen sehe man (YEssai sur la Geogr, desplantes ,p. 19 ), und ein Memoire von Hrn. Brown, über die Familie derProteen, (2 'raus, of the Lin, Soc ., Vol. X, P. I, p. 25), worindieser grofsc Botaniker meine Ideen über die Vergesellschaftungder Gewächse von einer Art, durch zahlreiche Thatsaclien aus-gedehnt und bestätigt hat.