Band 
Erster Theil.
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Buch II.

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dem alten Gemäuer des Schlosses erschien; aber derMaulthiertreiber, der uns als Führer diente, hatte über-mäfsigen Durst, und drang lebhaft in uns umzukehren.Er hatte schon lange bemerkt, dal’s wir verirrt waren;und da er hoffte, auf uns durch Furcht zu wirken, spracher beständig von der Gefahr der Tiger und Klapper-schlangen. Die giftigen Reptilien sind in der That beydem Schlofs von Araya sehr gewöhnlich, und zwey Ja-guars waren kürzlich bey dem Eingang des Dorfs Ma-uiquarez getödtet worden. Nach den Fellen zu schlie-fsen, die man aufbewahrt hatte, standen sie an Gröfseden Tigern Indiens wenig nach. Vergeblich bemerktenwir unserm Führer, dafs diese Thiere die Menschen anKüsten nicht angreifen , wo die Ziegen ihnen einen reich-lichen Unterhalt gewähren, wir mufsten nachgeben undumkehren. Nachdem wir drey Viertelstunden auf einermit der Fluth bedeckten Ebene gegangen waren, trafenwir wiedep mit dem Neger zusammen, der unsere Le-bensmittel getragen h.-tte: unruhig uns nicht ankommenzu sehen, war er uns entgegen gegangen. Er führteuns durch ein Wäldchen von Fackeldisleln zu einer voneiner indianischen Familie bewohnten Hütte. Wir wur-den daselbst mit jener offnen Gastfreundschaft empfangen,die man in diesem Land bey den Menschen aller Kastenantrifft. Das Aeufsere der Hütte, in welcher wir unsereHängematten aufmachten, war sehr reinlich; wir fandendaselbst Fische, Bananen, und was in der heifsen Zoneden ausgesuchtesten Nahrungmitteln vorzuziehen ist, vor»treffliches Wasser,

Den andern Morgen, beym Aufgang der Sonne sa-hen wir, dafs die Hütte, in welcher wir die Nacht- zu-gebracht hatten, zu einer Gruppe kleiner Wohnungengehörte, die an den Ufern des Salzsees lagon. Diessind die kleinen Ueherbleibsel eines belrächlichen Dor-