Band 
Erster Theil.
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Kapitel V.

fes, das sich ehmals um das Schlofs herum gebildet hatte.Die Ruinen einer Kirche zeigten sich in dem Sand be-

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graben und mit Gesträuch bedeckt. Als im Jahr 1762 dasSchlofs von Araya völlig zerstört wurde, um die Kostenzu ersparen, welche die Unterhaltung der Besatzung er-forderte, wanderten die Indianer und die farbigen Men-schen, die in der Nachbarschaft wohnten, allmählig aus,um sich zu Maniquarez, zu Cariaco und in der Vor-stadt der Guayquerier in Cumana niederzulassen. Einekleine Anzahl, aus Liebe zu dem Boden zurtickgehalten,wo sie geboren waren, blieb an diesem unfruchtbarenund wilden Ort. Diese armen Leute leben von demFischfang, der an den Küsten und den benachbarten Un-tiefen ausnehmend ergiebig ist. Sie scheinen mit ihrerLage zufrieden, und fanden es sonderbar, dafs man siefragte, warum sie keine Gärten haben und geniefsbareGewächse anpflanzten. Unsere Gärten, sagten sie, sindjenseits des Meerbusens: wenn wir Fische nach Cumanabringen, verschaffen wir uns Bananen, Kokosnüsse undManioc. Dieses System von Oekonornie, das der Träg-heit schmeichelt, wird zu Maniquarez und auf der gan-zen Halbinsel Araya befolgt. Der Hauptreichthum derEinwohner besteht in Ziegen, die von einer sehr grofsenund sehr schönen Kace sind. Diese Ziegen irren auf denFeldern herum, wie die auf dem Pic von Tenei'iflfa: sie# sind völlig wild geworden, und man bezeichnet sie wiedie Maulesel, weil es schwer seyn würde, sie an ihrerPhysiognomie, an ihrer Farbe und Zeichnung zu erken-nen. Die wilden Ziegen sind von einem falben Braun,und variren nicht in der Farbe , wie die Hausthiere.Wenn bey einer Jagdpartie ein Colonist eine Ziege tödtet,die er nicht für die seinige hält, so bringt er sie sogleichdem Nachbar, dem sie gehört. Während zwey Tagenhörten wir überall, als von einem Beyspiel seltner Ver-