Band 
Dritter Theil.
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Kapitel 2LIV.

Anden und das Felsengebirg *), und nördlich durch,die unbeträchtlichen Hügel begränzt ist, welche diecanadischen Seen von den Zuflüssen des Mississipi tren-nen. Ueber zwey Drittheile dieses Bechens stehen un-ter Wasser. Zwey Reihen thätiger Yulcane fassen das-selbe ein; östlich auf den kleinen Antillen, zwischendem i3ten und löten Breitegrad, und westlich auf denCordilleren von JNicaragua, Guatimala und Mexico ,Zwischen dem Uten und 2 'osten Grad. Wer sich er-innert, dafs das grofse Erdbeben von Lissabon am 1 . No-vember 1^55 fast im nämlichen Augenblick auf denschwedischen Küsten, am Ontario-See und auf Mar­ tinique verspürt ward , der wird die Vermuthung nichtallzukühn finden, dafs das ganze Becken der Antillen ,von Cumana und Caracas bis in die Ebenen von Louisia­ na , zuweilen gleichzeitig durch Erschütterungen, dievon einem gemeinsamen Mittelpunct ausgehen, könnebetroffen werden.

Es ist eine auf den Küsten der Terra-Firma sehr

*3 Ich bediene mich ungern dieser schwankenden und un-eigentlichen Benennung , die man der mitternächtlichenAusdehnung der Berge von ISeu-Mexico giebt. Ich würdeden IN amen der Chippewau-Kette (Chippewan ränge) vor-ziehen, welchen Hr. Brake (Stat. Kiew oj Cincin. p. 91)pnd andere Naturforscher der Vereinten Staaten statt dergewohnten Benennung von Stony- Mountains zu gebrauchenanfangen; allein heynahe gleichnamige Völker, die sehrweit von einander entfernt wohnen, und verschiedene Spra-chen reden, die Chippcways der Quellen vom Mississipi,und die Chepewyans vom Sclavensee, welche von Pike undMackenzie beschrieben worden sind,. könnten eine Ver-wechslung der Berge veranlassen, die sich auf der Siid-und Südwest-Seite der grofsen canadischen Seen in parallelerRichtung mit dem Felsengebirge ausdehnen, das seine Rich-tung von Norden gen Süden nimmt.