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Buch V.
allgemein verbreitete Meinung, die Erdbeben werdenhäufiger, wenn die electrischen Entleerungen einigeJahre durch seltener gewesen sind. In Cumana und inCaracas hat man zu bemerken geglaubt, dafs die Re-gengüsse seit dem Jahr 179z seltener mit Donner be-gleitet waren, und man ermangelte demnach nicht,sowohl die gänzliche Zerstörung von Cumana im Jahr1797, als hinwieder die in den Jahren 1800, 1801 und1802 in Maracaibo , Porto - Cabello uud Caracas erlit-tenen Erdstöfse * **) ) „einer Electricitäts-Anhäufung imInnern der Erde “ zuzuschreiben. Es möchte schwerhalten, nachdem man einen langen Aufenthalt in Neu-Andalusien oder in den Niederungen von Peru gemachthat) in Abrede zu stehen, dafs die Jahrszeit, worinam meisten Erdbeben zu befürchten sind, diejenige desAnfangs der Regenmonate ist, wo dann aber auch diemeisten Gewitter eintreffen. Die Atmosphäre und derZustand der Erdoberfläche scheinen auf eine uns un-bekannte Weise auf die Veränderungen einzuwirken,welche in grofsen Tiefen vor sich gehen, und ich haltedafür, die Verbindung, welche man zwischen demMangel an Gewittern und den häufigen Erdbeben wahr-aunehmen glaubt, sey vielmehr eine von den Halbwis-sern des Landes ersonnene Hypothese, als das Ergebnifseiner langen Erfahrung. Der Zufall kann das Zusam-mentreffen gewisser Erscheinungen begünstigen. Denaufserordentlichen Erdstöfsen, welche zwey Jahre langanhaltend an den Gestaden des Mississipi und des Ohioverspürt wurden, und die im Jahr 1812 mit denen imThale von Caracas zusarnmentrafen, war in Louisiana ein beynahe völlig gewitterloses Jahr vorangegangen