2Ö
Buch V.
sämmtlich auf dem unterhiiblten Boden. Sie fuhrenungleiche Warnen, wenn sie schon nur verschiedeneErhöhungen einer gemeinsamen vulcanischen Grund-mauer sind. , Das Feuer nimmt seinen Ausgang balddurch den einen, bald durch den anderen jener Gipfel.Die geschlossenen Krater erscheinen uns als ausgelöschteVulcane; es ist jedoch wahrscheinlich, dafs wenn gleichder Cotopaxi oder der Tunguragua während eines Jahr-hunderts nur einen oder zwey Ausbrüche machen, dasFeuer darum nicht desto minder unter der Stadt Quito,unter Pichincha und Imbaburu sich in einer beständigenWii’ksanikeit befindet.
Weiter nordwärts erblicken wir, zwischen demVul-can von Cotopaxi und der Stadt Honda, zwey anderetmlcanische Bergsysteme , diejenigen von los Pastösund von Popayan . Die Verbindung dieser Systeme hatsich in den Anden auf eine ganz unzweydeutige Weisedurch eine Erscheinung zu Tage gelegt, deren ich be-reits, wo von der letzten Zerstörung von Cumana dieRede war, zu erwähnen den Anlafs hatte. Eine dichteRauchsäule war seit dem November 1736 dem Vulcanvon Pasto entstiegen, welcher westlich der gleichnami-gen Stadt in der Nähe des Thaies vom Rio Guaytaraliegt. Die Mündungen des Vulcanes stehen seitwärtsund befinden sich am westlichen Abhänge; dennochstieg die Rauchsäule drey einander folgende Monatelang über den Bergkamm also empor, dafs sie den Be-wohnern der Stadt Pasto allezeit sichtbar blieb. Zuihrem gröbsten Erstaunen, so erzählten sie uns alle, seyam 4. Hornung 1797 der Rauch plötzlich verschwunden,ohne dafs irgend eine Erschütterung verspürt ward.Es geschah dies in dem Augenblick, wo 65 Meilen süd-wärts, zwischen dem Chimborazo , dem Tunguraguaund dem Altar (Capac-Vreu) die Stadt Riobamba durch