Band 
Dritter Theil.
Seite
57
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Kapitel XV. 57

liier einige neuere und eben so zuverlässige Angaben zufinden. Die schönsten Kaffeepflanzungen befinden sichgegenwärtig in der Savane von Ocumare, in der Nach-barschaft von Salamanca , und in Rincon, so wie in denBerggegenden von Los Mariclies, San Antonio Halillound Los Budares. Der in den drey letztgenannten Ortengezogene Kaffee ist von vorzüglicher Güte ; hingegenist der Ertrag der Sträucher geringer, was man der Höhedes Orts und dein kühlen K'lirna zuschreibt. Die grofsenPflanzungen in der Provinz Venezuela , wie Aguacatesin der Nähe von Valencia und Rincon, können in gutenJahren Ernten von 3 oooCentnern liefern. Im Jahr 1796betrug noch die Gesammtausfuhr der Provinz mehr nichtals 4800 Gentner, im Jahr 1804 war sie auf 10,000 ge-stiegen, und doch halte sie bereits seit 1789 angefan-gen Die Preise giengen abwechselnd von 6 zu 18Piaster der Centner. In Havanna hat man dieselben .bisauf 3Piaster sinken gesehen; es lagen aber auch in jener,für die (Kolonisten so höchst verderblichen Zeit, in denJahren 1810 und 1812, über zw'ey Millionen CentnerKaffee (für den Werth von zehn Millionen Pfund Sterl.)in den Vorrathskammern Englands angehäuft'J* **)

Die grofse Vorliebe, .welche in dieser Provinz fürdie Kaffeepflanzung vorhanden ist, gründet sich zumTbeil #uf den Umstand, dals die Körner sich viele Jahre

*) Folgendes sind die Angaben der Douanen-Register in laGuayra :

Ausfuhr von 1789 . 253 Centner, zu 100 castillan. Pfunden.

179 2 >489

1794 . 3646 .

1796 . 4847

>797 3 P9 5 t

**) Colquhoun, on the ivealth of the British Empire, 1814,

p. 332 .