Band 
Fünfter Theil.
Seite
429
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Kapitel X.X.V 1 . 42g

Narces, Honda und Mendaies. Wirklich wird das Flufs-hett vom Rio Magdalena , unter 5° und 5° 18' verengt,östlich durch die Berge vom Sergento, westlich durchdie den Granilbergen von Maripuita und von St. Annazugehörenden Widerlagen. Diese Verengerung des Flufs-bettes befindet sich unter der nämlichen Parallele, wiedie Verengerung des Cauca, nahe beym Salto de SanAntonio; allein im Knoten der Berge von Antioquia vereinbaren der centrale und der östliche Gebirgszweigsich selbst miteinander, während zwischen Honda undMendaies die Giebel des centralen und des östlichenZvveisres so weit von einander entfernt bleiben, daf's nurdie zu dem einen und andern System gehörenden Wi-derlagen sich einander nähern und vereinbaren. Bemer-kenswerth ist auch, dafs die Centralkette von Neu-Gre-nada den höchsten Gipfel der Anden in der nördlichenHalbkugel darbietet. Der Pic von Tolima *) (Br. 4°46') > dessen Name in Europa beynahe unbekannt istutjd den ich im Jahr 1801 gemessen habe, erhebt sichmindestens zu 2865 Toisen Höhe. Er steht demnachhöher als der Imbabura und der Colocache in der Pro-vinz Quito, als die Chile vom Plateau de los Pastös,als die zvvey Vulcane von Popayan und selbst auch al3die Nevados von Mexico und der St. Elias-Berg im rus-sischen America. Der Pic von Tolima , dessen Gestaltan die vom Cotopaxi erinnert, steht in der Höhe viel-leicht nur gegen die Gräte der Sierra Nevada de Santa-Marta zurück, welche als ein System isolirter Bergobetrachtet werden mufs.

°) Die zweyte Stufe der Erhöhung in der nördlichen Halbkugel,scheint der Nevado de Uuila (13r. 2 " 550 cinzunehmen, zwi-schen ISataga und Quilichao. Hr. Caldas gibt ihr 2 O 00 To>-scn, (Siehe Semanarso de Bogota , Tom. I, p. G.)