Band 
Fünfter Theil.
Seite
459
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Kapitel XX. VI. 459

Grenada sind. Auf diesem leztern Gebirgszweig kommendie fieberstillenden Quinquinas - Arten ( corollis hirsulis,staminibus inclasis'), welche am weitesten IN. O. vor-rücken, sind die der Sierra Nevada de Merida aberin ganz Südamerica werden die nördlichsten ächten Cin-cliona in der gemäfsigten Region der Sierra Nevada deSanta Marta angetrofien.

y. Helte des Küstenlandes von Vene-zu ela. Diefs Gebirgssystem ist es, dessen Gestaltungund Richtung einen so mächtigen Einflufs auf den Zu-stand der Kultur und des Handels der vormaligen Capi-tania General von Venezuela bewiesen hat. Man gibtihm verschiedene Namen (Berge von Coro, von Cara-cas, vom Bergantin, von Barcelona , von Cumana undvon Paria); es gehören aber diese Namen alle der näm-lichen Gebirgskette an, deren nördlicher Theil sich be-ständig längs dem Antillen -Meer hinzieht. Es würdeüberflüssig seyn, hier wieder daran zu erinnern, dafsdieses Gebirgssystem, welches 160 Meilen Länge hat•) **),eine Verlängerung der östlichen Cordillere der Andenvon Cundinamarca ist. Der Zusammenhang der Kettedes Küstenlandes mit den Anden findet unmittelbar statt,wie derjenige der Pyrenäen mit den Bergen von Astu-rien und Galizien 5 es ist derselbe nicht ein Ergebnifsvon Quergräten, wie die Verbindung der Pyrenäen mitden Schweizeralpen durch den schwarzen Berg und dieCevennen. Die Verbindungspuncte, welche die Kartenbisher so irrig angaben, finden sich zwischen Truxillo,Tocuyo und dem Valencia-See. Die näheren Angabenüber diese Verbindung sind folgende :

•) Th. 5 , S. 306. v

*“) Es ist diefs mehr als die doppelte Länge der Pyrenäen , vornKap Kreuz bis zur Spitze von Figuera.