Kapitel XXF-. 461
land, von welchem hier die Rede ist, v. .d wodurch dieKette des Küstenlandes von Caracas sich nen Cordillerenvon Cundinamarca anschliefst, ist um ife Mitte dessechszehnten Jahrhunderts in Europa * *) einigermafsen be-rühmt gewesen; indem der, zwischen dem RioTocuyound dem Rio Yaracui inneliegende Granit-Gneis diegoldhaltigen Gänge von Buria und die Kupfermine vonAroa enthält, welche noch heutzutage ausgebeutet wird.Zieht man durch den Knoten der Berge von Barqui-simeto die einander sehr nahen Meridiane von Aroa,von Nirgua und von San Carlos, so bemerkt man, dafsN. \V. dieser Knoten sich der Sierra de Coro anschliefst,die auch Sierra de Santa Lucia heilst, N. O. den Ber-gen von Capadare, von Porto-Cabello und von Villa deCura. Er bildet, so zu sagen, die östliche Mauer die-ser ausgedehnten Circular - Senkung, deren Mittelpunctder See von Maracaybo ist, und der südwärts und west-wärts durch die Berge von Merida, von Ocanna, vonPerija und von Santa Marta emgefafst wird.
Die Kette des Küstenlandes von Venezuela , derenDaseyn bereits schon Peter Martyr von Anghiera **)erkannt hatte, zeigt gegen ihrer Mitte und gegen Ost,die gleichen Erscheinungen der Structur, welche wirbey den Anden von Peru und von Neu-Grenada nach-gewiesen haben; nämlich: die Trennung in verschiedeneParallel - Reihen und die zahlreichen Becken oder Län-genthäler; allein, da die Einbrüche des Antillen - Meersin einer unbekannten Vorzeit einen Theil der Küsten-berge versenkt zu haben scheinen, so stellen sich dieReihen oder Zweige unterbrochen, und einige Beckensind ozeanische Golfe geworden. Um die Cordillere von
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*) Th. 2 , S. 45o.
* s ) Oceanica (ed. i55i)Dec. III, lil>. 4, p. 5 j.