497
Kapitel XXVI.
Orenoko, bis zu den Quellen vom Rio Parü) von i/ f oMeilen. In der Gruppe von Pariine, wie in der derBerge des centralen „r-ens, zwischen dem Himalaya und dem Altai , finden sic partiellen Zweige häufigunterbrochen und ohne einen constanten Parallelismus.Gegen Südwest jedoch (zwischen dem Engpafs von Ba-raguan, der Ausmündung des Rio Zama und dem Es-meralda) finden sich die Berge meist in der RichtungN. 70° YV. gelegen. Die nämliche Richtung hat eben-falls ein entferntes Küstenland, das der portugiesischen,französischen, holländischen und englischen Guianas,vom Cap Nord an bis zu den Mündungen des Orenoko;es ist diefs selbst auch die Durchschnitt srichtung desLaufs vorn Rio-Negro und vomYupura. k\'.mag gernedie Aufmerksamkeit der Geognosten den WinKeln zuwen-den, welche die partiellen Gebirgszweige in verschiede-nen Gegenden America’s mit den Meridiane,^ bilden, weil,auf minder ausgedehnten Landschaften, in Deutschland zum Beyspiel*), diese auffallende Coexistenz gleichfallsangetroffen wird, von benachbarten Berggruppen, dievöllig abweichende Gesetze ihrer Richtungen befolgen,während in jeder einzelnen Gruppe die gwvfste Ueber-einstimmung in der Richtung der Gebirg ' wahrge-nommen wird.
Der Boden, auf dem die Berge von Parime sicherheben, erscheint etwas gewölbt :: '°). Zwischen dem3 ° und 4° nördlicher Breite fand ich, mittelst barome-trischer Messungen, die Ebenen um 1G0 bis 180 Toisenüber die Meeresfläche erhöhet. Diese Höhe kann für
c ) Leopold von Bach, über Dolomit, zweyte Abhandl., 1825,S. 54 .
®°) Recneil d’Obs. astronomirjaes, Tom. II, p. 298. Rcise-besclireibung, Tb. 4, S. 218, 479 -
Alex. r. Humboldts bist. Itcisen, V.
02