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Kapitel X.X.VI.
Auf den kleinen Antillen dehnt sich eine Gruppe zumTheil erloschener, zum Theil noch brennender Vul-cane, vom 12 0 zum 18 0 aus; in den Cordilleren vonGuatimala und Mexico vom 9° zum i9‘”/ 2 der Breite.Am nordwestlichen Ende des Beckens der Antillen habeich die Secondar - Formationen südöstlich sich einsenkengesehen; längs der Küsten von Venezuela zeigt das Ur-gebirge von Gneis und Glimmerschiefer nordwestlicheSenkung. Die Basalte, die Amygdaloiden und Trachy-ten, über welchen öfters Tertiär - Kalkgebirge liegen,finden sich nur gegen dem östlichen und westlichenUfer hin.
y. Das Becken des Unter-Orenoko undder Bb eilen von Venezuela . Gleich den Ebenender Lombardei steht diefs Becken ostwärts offen. SeineGrenzen sind nordwärts die Küstenkette von Venezuela ;westwärts die östliche Cordillere von Neu Grenada undsüdwärts die Sierra Parime; allein, da diese leztereGruppe sich westwärts nur bis zum Meridian der Kata-racten von Maypures (L. 70° 37D ausdehnt, so bleibtauf dieser Seite eine Oeffnung oder Landenge in derRichtung von Nord nach Süd, durch welche die Lla-nos yon Venezuela mit dem Becken des Amazonenstromsund des Rio - Negro Zusammenhängen. Wir unterschei-den zwischen dem eigentlichen Becken des Linler-Orenoho (nordwärts von diesem Flufs und vom Rio-Apure) und den Ebenen des IVlela und des Gnaviare.Diese lezteren nehmen den Raum ein, welchen die Bergevon Parime und von Neu-Grenada zwischen ihnen übriglassen. Jede der zwey Abtheilungen dieses Beckens hateine entgegengesezte Richtung; weil jedoch beyde gleich-mäfsig mit Gräsern bewachsen sind, so ist man im Landeselbst gewohnt, sie mit einem gemeinsamen Namen zubezeichnen. Dies e Llanos (Steppen, Savanen oder FFie-