Band 
Fünfter Theil.
Seite
546
JPEG-Download
 

546

Buch IX.

Grünsteinen, hornsteinartigen Serpentinen und Mandel-steinen mit eingescblofsnen Augilkrystallen wahrgenoin-men wird; die Gestalt der Morros de San Juan, welchecvlinderförmig vom Plateau emporstehen, die kürnichteTextur ihres von Trappgebirgsarten umgebnen Kalksteins,sind Dinge, die der Aufmerksamkeit des Geologen wür-dig erscheinen müssen , der im südlichen Tyrol oder inSchottland die aus dem Contact augilhaltiger Porphyresich ergebenden Wirkungen erforscht hat ;? ).

Das Kalkgehirg der Cordillere des Küstenlandes istinsbesondere, wie wir schon bemerkt haben, östlichvom Cap Unare, im südlichen Gebirgszweige vorherr-schend: dasselbe dehnt sich bis zum Golf von Paria aus,der Insel Trinidad gegenüber, wo die schwefelhaltigenGypse von Guire angetroffen werden. Man hat michversichert, dafs auch im nördlichen Gebirgszweig, inder J\lontanna de Paria und in der Nähe von Carupa-no, Formationen von Secondar - Kalk angetroffen wer-den, und dafs diese Formationen sich nicht eher als öst-lich von dem Felsenkamme“ 0 ) (Cerro de Meapire), derdie Kalkgruppe vom Guacharo mit der Glimmerschiefer-Gruppe der Halbinsel Araya verbindet, zum Vorscheinkommen; die Richtigkeit dieser Beobachtung zu erwah-ren, hatte ich jedoch keine Gelegenheit. Das Kalkgehirgdes südlichen Gebirgszweigs ist aus zwey, wie es scheint,

*) Leopold de Buch, Tableau geolcgiqne du Tyrol, p. 37.Aus ganz neuerlichen Briefen des Hrn. Boussingault ver-nehme ich, dafs jene seltsamen Morros de San Juan, dieeinen Kalkst ein mit Krystall - Körnern und Thermalquellendarbieten, hohl sind und sehr grofse Stalactitcn - Höhlenenthalten. Sic scheinen vormals von Landeseingebornenbewohnt gewesen zu scyn.

*») Th. 2 , S. 1 56.