Band 
Fünfter Theil.
Seite
552
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Buch IX.

beschriebenen Lande, in ziemlich regelmäfsigem Verhält-nifs mit ihrem relativen Alter. Diese Maxima betra-gen für den Gneis-Granit (Pic von Duida in der Gruppevon Parime, Silla de Caracas , im Gebirgszweig des Kü-stenlandes), i 5 oo bis i 35 o Toisen; für den Kalksteinvon Cumanacoa (Kuppe oder Cucurucho des Turimi-(juiri), io5o Toisen; für den Kalkstein von Caripe(Berge, die das Plateau des Guardua de San Agustineinfassen), 760 Toisen; für den Sandstein, welcher mitdem Kalkstein von Cumanacoa (Cuchilla de Guanaguana)wechselt, 55 o Toisen; für das Tertiär Gebirge (PuntaAraya), 200 Toisen. Ich halte für überflüssig, hierzubemerken, dafs diese Verhältnisse zwischen dem Alterder Formationen und der Höhe, die sie erreichen, inandern Ländern sehr abweichend sich darstellen , wo öf-ters die Secondar-Gebirgsarten über die Urgebirge sicherheben. Das Studium der absoluten Höhen der Gebirgs-arten hat dabey von seinem Interesse verloren, seitdie meisten Geologen auf die Wernersche Hypothese voneiner Flüssigkeit verzichtet haben, deren Niveau sichim Verhältnifs der niedergeschlagenen Gebirgsarten ge-senkt hätte. Bey der Hypothese, welche die Uneben-heiten der Oberfläche aus Emporhebungen erklärt, bedarfman der Granit -, Gneis- oder Glimmerschiejer - Was-ser, die sich zu verschiedenen Höhen emporgehobenhaben, nicht. Die Maxima der Erhöhungen gebennur das Mafs der Kräfte, welche gegen die oxydirteRinde unsers Erdballs angestrebt haben. Nach ebendiesen Ansichten sind dann auch die Petrefacten vonMeer-Schalthieren, welche Hr. ßonpland und ich, aufdem Kamme der peruvianiscben Anden zwischen Montanund Micuipampa, bey 2000 Toisen, in stark geneigtenSchichten entdeckt haben, keineswegs ein Beweis, dalsdie Gewässer des Ozeans jemals diese Höhe erreicht hätten.