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Kapitel XXVL
Die ausgedehnte Landschaft, deren geologische Be-schaffenheit ich darstelle, unterscheidet sich durch dieungemein grofse Regelmäfsigkeit, welche in der Rich-tung der Schichten wahrgenominen wird, aus denendieGebirgsarten von verschiedenem Alter bestehen. Schonmehrmals habe ich in der Beschreibung meiner Pieisesowohl, als in dem Versuch über die Lagerung derGebirgsarlen die Aufmerksamkeit der Leser auf ein geo-gnostisches Gesetz hingeleitet, das zur kleinen Zahl derjeni-gen gehört, die durch genaue Messungen erwahret werdenmögen. Da mich seit dein Jahr 1792 der Parallelismusoder vielmehr der Loxodromismns der Schichten be-schäftigt , und ich die Richtung sowohl als die Einsich-tung der Schichten der Urgebirge und der Uebergangs-gebirge von der Küste von Genua , durch die Gebirgs-kette der Bochetta, die Ebenen der Lombardey, dieSt. Gotthardsalpen, die Hochebene von Schwaben , dieBerge von Baireuth und die Ebenen Norddeutschlands zuerforschen im Falle gewesen bin, so war mir, wennnicht die Beständigkeit, doch wenigstens das sehr häu-fige Vorkommen der Richtungen St. 3 und 4 der Bous-sole von Freyberg (Richtung von Süd-West nach Nord-Ost) auffallend. Diese Untersuchung, die, wie ichglaubte, wichtige Entdeckungen über die allgemeineBildung der Erde herbeyführen konnte, halte damalseinen so grofsen Reiz für mich, dafs sie ein Hauptbe-weggrund meiner Reise in die Aequatorialländer ward.Wenn ich meine eigenen Beobachtungen mit den durchviele tüchtige Geognosten angestellten vereinbare, soglaube ich wahrzunehmen, dafs auf keiner der beydenHalbkugeln , bey den Gebirgsarlen , eine allgemeineund absolute Gleichförmigkeit der Richtung vorhandenist, dajs aber in Landschaften von sehr grojser , zu-weilen mehrere tausend Gevierlmeileu betragender Aus-