Band 
Fünfter Theil.
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573
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Kapitel A A I I.

5:3

II. Formation des Thonschiefers (schisle argi-leux ) von Malpasso.

Wenn ich für den Abrifs der Formationen von Ve-nezuela die gewohnte Eir.theilung in Urgebirg, Ue-hergangs-, Secundar- und Tertiär-Gohirg hätte gehrau-chen wollen, so konnte ich über die Stelle zweifelhaftbleiben, welche der lezten Schichte ( Assise") der Glim-merschiefer von der Halbinsel Araya gebühre. DieseSchichte geht in der Schlucht (u4royo) des Robalo un-merklich in einen glänzenden Kohlenschiefer, in ein ei-gentliches Erdharz ( umpelite') über. Die Richtung undEinsenkung der Schichten bleibt unverändert, und derT/ionsc/iiefer , der das Aussehen einer Uebergang.t - Ge-birgsart erhält, ist nur eine Modificalion des Ur-Glim-merschiefers von Maniquarez, der Granaten, Cyanit undröthlichen Titan enthält (Th. 5, S. 90 , 91 ). Diese un-merklichen Uebergänge des Urgebirgs in’s Uebergangs-Gebirg durch Thonschieler, die verkohlt werden, beyübrigens concordirender Lagerung mit dem Glimmer-schiefer und Gneis, sind bereits mehrmals schon durchberühmte Geognosten in Europa wahrgenommen wor-den *•■). Es läfst sich vollends auch das Daseyn einerunabhängigen Formation von Urthonschiefer (_schistesprimilifs') in Zweifel ziehen , einer Formation nämlich,die nicht unterhalb mit Lagern verbunden wäre, welchemehr oder weniger Ueberreste von Monocotyledon-Pflan-zen enthielten.

D as kleine Thonschiejer- Gebiet von Malpasso (imsüdlichen Zweig der Küsten - Cordillere) ist vom Gneis-

ä ) Siehe das vortreffliche Werh des Hrn. von Oeynhausen :Versuch einer geognost. Beschreibung vvn Oberschlesien ,1822, S. 57 , 62, 4 i 3 .