Kapitel X.X.VI. 609
in vielen Werken, die vom Vferkehr der edlen Metallehandeln, behauptet wird, aus dem portugiesischen Ame-rica komme jährlich eine, vier Millionen Piaster, somit58oo Kilogrammen Gold gieichstehende Masse Goldes !) 0nach Europa . Wenn, als Handelsvvaare, das Gold in
Der Irrtlium ist nicht weniger als zehnfach CEschwegeJournal von Brasilien , Th. I, S. 218 ); und es ist wahr-scheinlich, dafs bereits vor 45 Jahren die Ausbeute desbrasilianischen Goldes, welches den Quint bezahlt , nichtmehr auf 55 oo Kilogramme angestiegen ist. Ich habevormals diesen Irrthum mit allen staatswirthschaftlichenSchriftstellern getheilt, indem ich, einer übrigens sehrlehrreichen Denkschrift des Ilrn. Corrca de Scrra zu-folge, annahm, es habe der Quint noch im Jahr 1810 ,(statt 26 Arrobcn oder 079 Kil.), 5 i,ioo portugiesischeUnzen oder 14öS Iiil. betragen, welches eine Ausbeutevon 7165 Kil. vpraussezte. ( Siehe meinen Essai polit .,Tom. II, p. 655 . 3 falle Brun, Geogr. , Tom. V, p. 675.
Lowe , present States of England, 1822 , p. 267 .) Diesehr genauen Nachweisungen, welche nach zwey por-tugiesischcn Handschriften über die Goldwäschen der Mi-nas Gcraes, Minas Novas und Gojaz , in dem Ballion Re-port for Ihe Hoase of Commons, 1810 , acc. p. 2g gegebenwurden, reichen nur bis zum Jahr 1794, in welchem derQainto do ouro von Brasilien 55 Arrobcn betrug; waseinen (_den Quint bezahlenden ) Ertrag von mehr denn0900 Kil. nachwciset. In dem wichtigen Werk des Hrn.Tooke (on high and low Prices, P. II, p. s) wird dieserErtrag noch , im Jahres ■ Durchschnitt (1810 — 1821 ), demHrn. Jacob zufolge, auf 1 , 706,000 Piaster berechnet; wah-rend, den amtlichen Urkunden zufolge, diß ich besitze,der Durchschnitt vom Quint dieser zehn Jahre nur 16 Ar-robcn betrug, somit eine den Quint zahlende Ausbeutevon iog 5 Kilogrammen oder 755,00., Piaster. IIr. JohnAllen hatte bereits, in seinen critischen Anmerkungen zuAlex. ?. Humboldt * hist, Reisen, V.