Band 
Fünfter Theil.
Seite
621
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Kapitel XXVI.

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gendes Talent nie bezweifelt werden mochten, langeZeit geglaubt*), die unter der Aequinoctial-Zone wahr-genommene atmosphärische Ebbe und Fluth rühre vomWechsel der Land - und Seewinde her. Heutzutagekann die periodische Regelmäfsigkeit dieser Schwingun-gen als eine der am zuverlässigsten erkannten und derallgemein bewährtesten Erscheinungen betrachtet werden.Es ist dieselbe gleichzeitig auf der weiten Ausdehnungdes Weltmeeres und iin Binnenlande, in den Ebenenund auf Höhen von zweytausend Toisen zwischen denWendekreisen und in den gemäfsigten Zonen beyderErdhälften beobachtet worden. Bevor ich die Ergebnisseaufzähle, die sich aus den zahlreichen in den vorstehen-den Tabellen verzeichnelen Beobachtungen folgern las-sen, will ich, kurz und nach der Zeitfolge, an dieverschiedenen Bemühungen der Naturforscher zu Aus-mittlung der Regelmäfsigkeit der Horar-Variationen desBarometers erinnern.

Im Jahr 1G82 bemerkten die Herren Varin, desHayes und de Glos**), während einer auf königl, Befehlnach dem grünen Vorgebirg und den americanischenInseln unternommnen Reise, „dafs in Gorea der Baro-meter insgemein niedriger stehe, wenn der Thermome-ter am höchsten steht, und dafs derselbe insgemein desNachts um 2 bis 4 Linien höher stehe als am Tag; dafsdiels Instrument auch vom Morgen bis auf den Abend

c ) Edirnb. Trans,, Tom. V, PI. 1IT, p. 6. Die nämlicheUrsache ward späterhin auch vom Kapitain Flinders an-gedeutet, dessen langer und mysteriöser Verhaft allenFreunden des Rechts, der Menschlichkeit und der Wis-senschaften schmerzlich gewesen ist. (Tackey Marit,Geogr ., Tom. I, p. 5s5.)

,e ) Mein, de V Aead., Tom VII, p. 45s.