Band 
Fünfter Theil.
Seite
622
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622 Buch IX.

mehr Veränderung* zeige als vom Abend bis zum Mor-gen“

Auf eine gleich schwankende und unbestimmte Wahr-nehmung®) vom Steigen des Barometers in den mindestwarmen Tagsstunden beschränken sich auch die Beob-achtungen des Pater de Beze *“■•'), von dem mehrereNaturforscher grundlos behaupteten, er sey es gewesen,welcher im Jahr 1690 zu Pondicbery und Batavia dieRegelmäfsigkeit der Horar - Variationen unter dem Tro-penhimmel entdeckt habe. Der Pater de Beze beschränktsich zu sagen: „er theile die Meynung eines seinerFreunde, welcher dafür halte, es könnte die in denAequinoctial - Ländern so beständig erscheinende Höhedes Barometers den verschiedenen Völkern der Erdeals ein sehr zuverlässiges und allzeit wieder leicht auf-zufindendes Mals dienen.“ Es dürfte Verwunderung er-regen, dafs Richer, den die Akademie im Jahr 1671beauftragt hatte, zu untersuchen, ob die (mittlere) Ba-rometerhöhe in Cayenne und Paris die nämliche sey***),seine Aufmerksamkeit nicht auf die Horar-Variationengerichtet hat.

Im Jahr 1722 ward diese Erscheinung der Horar-Variationen zum ersten Mal und ziemlich vollständig, inSeinen täglichen und nächtlichen Schwingungen, durcheinen holländischen Naturforscher, dessen Name nichtauf uns gekommen ist, beobachtet. Im Journal liiie-raire de la Haye wird gesagt: „Das Quecksilber steigt ****)

•) Der Barometer und der Thermometer steigen gleich-zeitig vom Aufgang der Sonne bis 9 Uhr Vormittags.

**) L. c., p. 8S9.

***) L. c., p. 5 i 5 .

** C6 ) Sfelte den Auszug eines Briefes von Surinam im Jahr-gang 1722, S. 204. Die in diesem Briefe cnthaltnen Be-