Band 
Fünfter Theil.
Seite
623
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Kapitel XX Fl.

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in diesem Theile des holländischen Guiana jeden Tagregelmäfsig von g Uhr Vormittags his ungefähr 11% Uhr;nachher sinkt es bis gegen 2 oder 3 Uhr Abends undspäter kehrt es zu seiner frühem Höhe zurück. Unge- >fahr die nämlichen Variationen und zu den nämlichenStunden macht es auch in der Nacht; die Variationbeträgt nur ungefähr '/■ oder - 1 /., höchstens eine ganzeLinie, Es ist zu wünschen, dafs europäische Naturfor-scher (philosophes) die Ergebnisse ihres Nachdenkens(leurs conjectures) hierüber mittheilen möchten.“ DieBeobachtungen, welche ich, 77 Jahre später, in derNähe eben dieser Küsten von Surinam , an den Uferndes Orenoko anstellte, haben, mit Ausnahme derStunde vom Maximum am Morgen, die Genauigkeitder ersten Angaben der Perioden bestätigt; sie thunauch dar, dals der holländische Reisende mehrere Nächtedurchwacht hat, um das Minimum zu bestimmen, wel-ches 2 bis 3 Stunden vor Sonnenaufgang eintritt. Was'

obachtungcn tliun dar, dafs der Verfasser sich mit Aus-mittlung der mittleren Höhen des Barometers im Haagund in Surinam beschäftigt hatte. Die erstere, glaubter, einer sechsjährigen Beobachtung zufolge, zu 336 ,1Linien; die zweite zu 556,5 Linien (ohne Tempera-tur- Correction ?) angeben zu können. Audi weiset ereine sehr bcmerhenswerthe Regelmäfsigkeit der Stundennach, wo in holländisch Guiana die Regen anfangen.„In der feuchten Jahrzeit, sagt er, fängt der Regen an-fangs zwischen 9 und to Uhr Vormittags an und dauertalltäglich bis 5 oder 4 Uhr Nachmittags; später nimmt ergegen 11 Uhr oder gegen Mittag den Anfang, nachhergegen i oder 2 Uhr, und zulezt gegen 5 oder 4 Uhr Nach-mittags; alsdann hört der Regen völlig auf. Sehr seltenregnet es zur Nachtzeit; mit Tagesanbruch ist die Luftdas ganze Jahr hindurch hell.“