Band 
Fünfter Theil.
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Kapitel XXVI.

Beobachtungen gemacht, erst mit Hm. Godin gemeinsam,hernach allein, um die Wahrnehmung des Hrn. Godinzu bestätigen, welcher zuerst die verschiedenen täg-lichen und periodischen Variationen bemerkt hatte. Ichfand, dafs gegen g Uhr Morgens der Barometer auf dergröbsten, und gegen 3 Uhr Nachmittags auf der gering-sten Höhe stund: der mittlere Unterschied betrug (inQuito ) 1 ’/ 4 Linie.“ In der Beschreibung der Reise zumAmazonenstrom kömmt Hr. de la Condamine nochmalsauf diesen Gegenstand zurück. „Hr. Godin, sagt er,hat bemerkt, dafs die Variationen des Barometers (inden Aequinoctial Landen) sehr regelmäfsige Wechseldarstellen: somit dann ein einziger Versuch für die Aus-mittlung der mittleren Barometer-Höhe hinreichend ist* *).“Im Jahr 1751 hat ein Naturforscher, dessen Scharf-sinn und seltenes Verdienst von seinen Zeitgenossen nichtsattsam ist gewürdigt worden, Hr. Thibault de Chan-valon w ), die von ihm auf den Antillen gemachten Ho-rar-Beobachtungen zuerst in tabellarischer Form darge-stellt. „Der Barometer, sagt er in einem erst 1761 be-kannt gemachten Werk, ist auf Martinique für die An-gabe des Witterungs - Wechsels ganz unnütz, dagegenzeigt er eine Eigenlhümlichkeit, die in allen ihren Ein-zelnheiten verfolgt zu werden verdient. Sie war früher

dafs Bougucrs Handschriften eine grofsc Zahl nicht be-kannt gewordner Ilorar-Beobachtungen enthielten. / y ö-yage ä la /h’artinir/ue , p. 1 55 (22).

*) f'byage d la Rio. des Amaz. , p. 13. Auf eine analogeBeobachtung gründet sicli die Tafel, welche ich fürdie auf Berechnungen der Orlshöhen angewandten Ho-rar - Variationen , in meinem Recueil d'Obs. astr Tom.I,p. 289 gegeben habe.

* f; ) ^oyage a la Martinique , p. 1 35 C20, 21, 25 ).

Alex. f. Humboldt* hi*t, Reisen. V. 4®