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Buch X.
sten Handelsstädten von Europa ; aufs er der Hauptstadthingegen und den von reichen Eigenthümern bewohn-ten Pflanzungen der Umgegend stellt sich in vollendetemGegensatz zu dieser theilweisen und örtlichen Civilisa-tion die in vereinzelten Meyereyen und in den hieinenStädten herrschende Sitteneinfalt dar! Die Havaneros *
sind unter den reichen Bewohnern der spanischen Colo- '
nien die ersten gewesen, welche Spanien, Frankreich undItalien besucht haben. In der Havannah fand man sichallzeit am besten unterrichtet über die europäische Poli-tik und über die geheimen Umtriebe an den Höfen, zuUnterstützung oder zum Sturz der Minister. Diese Kennt-nifs der Ereignisse, diese Voraussicht der zu erwartendenZukunft sind für die Bewohner der Insel Cuba das kräftigeMittel gewesen, einen Theil der Hindernisse für die Ent-wickelung des Wohlstandes der Colonie von sich abzu-wenden. In der Zwischenzeit vom Friedensschlüsse zuVersailles bis zum Anfang der Revolution von Saint-Do-rningue schien die Havannah dem Mutterlande Spanien wohl zehnfach näher zu stehen als Mexico, Caracas undNeu-Grenada . Fünfzehn Jahre später, während meinesAufenthalts in den Colonien, hatte diese scheinbar sehrungleiche Entfernung sich bereits schon merklich ver-mindert ; heutzutage, wo die Unabhängigkeit der Colo-nien des Festlandes, die Einbringung "fremden Gewerb-fleifses und die Finanzbedürfnisse der neuen Staaten, dieBande zwischen Europa und America vervielfacht haben,wo durch vervollkommnete Schifffahrt die Entfernung ab- >
gekürzt ist, wo die Colombier, die Mexicaner und die Be-wohner von Guatimala *) in Besuchreisen nach Europa _ unter >
*) Los Centro- Americanos , wie die,am 22. November 1824beschlossene Verfassung der Bundesrepublik von Cenfro-America sie nennt.