146
Blich X.
chung, ■wogegen seit 1822 die Preise um einen Dritt-theil gefallen sind, auf 10 und 14, und neuerlich (1826)sogar auf 9 und 15 Realen. Ich verweile bey solchemDetail, um einen richtigem Begriff von dem Nettoertrageiner Zucherpflanzung und von den Opfern zu geben,welche ein Eigenthümer, der sich mit mäfsigerem Ge-winn zu begnügen geneigt findet, für Verbesserung desZustandes seiner Sclaven zu machen im Fall ist. Der Zu-ckeranbau ist noch beym gegenwärtigen Preise von 24Piastern die Kiste Zucker (wo man das Mittel zwischendem hlcinco und dem guebrado nimmt) ; ein Eigenthümeraber, dessen miltelmäfsig grofse Zucherpflanzung achthun-dert Kisten erträgt, erhält gegenwärtig für seine Ernte nur19,200 Piaster, während er vor zwölf Jahren (zu 56 Pia-ster die Kiste) 28,800 Piaster daraus erlöste.*)
Ich habe Mährend meines Aufenthalts in den Thal-ebenen von Guines im Jahr 1804 einige genaue Anga-ben über die numerischen Elemente der Fabrication desZuckerrohrs zusammen zu bringen versucht; ein grofsesYngenio , welches 52,000 bis 40,000 arroba (567,000 bis460,000 Kilogr.) Zucker beträgt, hat insgemein eine Aus-
*) Es finden sich auf der ganzen Insel Cuba nur sehr wenigePflanzungen, welche 40,000 arrobas zu liefern vermöch-ten; es sind diefs die Yngenios von Rio-Bianco, oder dieBesitzungen des Marquis del Arco, des Don Rafael Ofar-ril und der Dona Felicia Jaurregui. Zuckerpflanzungen,die jährlich 2,000 Kisten, oder 32,000 arrobas (unge-fähr 568,000 Itilogr.) ertragen, werden schon für sehrgrofse gehalten. In den französischen Colonien kann über-haupt nur ein Driltthcil oder Viertheil des Landes berech-net werden, das auf den Anbau von Äahrungspflanzen (Bananen, .Ignamen, Patatcn) verwandt wird; in den spani-schen Colonien geht ein gröfscrer Theil in Viehweide ver-loren. Es ist diefs eine natürliche Folge alter Gewöhnun-gen der haciendos de ganado.