Band 
Sechster Theil.
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Kapitel xxmr.

Zuckerpreisen 6/6 'vom 100 Zinsen ziehen würde. DiefsInteresse kann nicht bedeutsam heifsen für eine Einrich-tung, die nicht rein landwirtschaftlich ist, und derenKosten unverändert bleiben, wenn auch der Ertrag zu-weilen um mehr denn ein Drittlheil sich vermindert. Nursehr selten mag eines dieser grofsen Yngenios 32,000 Ki-sten Zucker während mehrerer aufeinander folgender Jahreertragen. Darum darf man sich dann nicht wundern,wenn zurZeit, wo die Zuckerpreise auf der Insel Cuba sehr niedrig stunden (vier oder fünf Piaster der Centner),die Reiscuhur derjenigen des Zuckerrohrs vorgezogenward. Der Vortheil und Gewinn der seitlängerer Zeit ange-siedelten Eigentümer (hacendados). beruht 1- auf deinUmstande, dal’s die Einrichtungskosten vor 20 oder 30 Jah-ren ungleich geringer waren, wo die caballeria guten Lan-des nur 1,200 oder 1,600 Piaster, statt 2,500 bis 3,000Piaster, kostete; 2. in der Compensation der sehr niedri-gen und sehr hohen Zuckerpreise. Diese Preise sind ineinem Zeitraum von 10 Jahren so verschieden, rlafs dieZinsen des Capital? zwischen fünf und fünfzehn vom Hun-dert wechseln. Im Jahr 1804 hätte das aufgewandte Ca-pital z. B. nur 400,000 Piaster betragen, und nach denPreisen von Zucker und Branntwein wäre der Bruttoer-trag auf 91,000 Piaster angestiegen. In den Jahren 1797bis 1800 aber ist der Mittelpreis einer Kiste Zucker*) zu-weilen auf 40 Piaster angestiegen, statt der 24 Piaster,die ich in der Berechnung fürs Jahr 1825 annehmen mufste.Wenn eine Zuckerpflanzung, eine grofse Spinnerey oderein Bergwerk sich in der Hand des ersten Unternehmersbefinden, darf die Werthung des Zuckerbetrags, den derEigenthümer aus seinen aufgewandten Capitalien zieht,denjenigen nicht zur Norm dienen, welche aus zweyter

*) Papel periocUco de la Hav., 1801, Nr. 12.