Band 
Sechster Theil.
Seite
155
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Kapitel XXVIII.

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Franzosen für ihren Consum bedürfen, welcher gegenwär-tig 56 bis 60 Millionen Kilogramme beträgt, würden*) inden Tropenländern 9 5 /6 mit Zuckerrohr bepflanzte Seege-viertmeilen, und in Ländern gemäfsigter Kiimate 37'/, mitRunkelrüben bepflanzter Seemeilen ausreichen! EineHec-tare guten Erdreichs mit Runkelrüben besäet oder bepflan-zet, erträgt in Frankreich von zehntausend bis an clrey-fsigtausend Kilogramme Runkelrüben. Der mittlere Ertragist 20,000 Kilogramme, welche 2 1 / 2 vom 100 oder 500Kilogramme rohen Zuckers geben. Aus 100 Kilogrammendieses rohen Zuckers erhält man 50 Kilogr. raffinirten Zu-cker, 30 Kilogr. Vergeoise Zucker und 20 Kilogr. Mos.conade. Eine Hectare Runkelrüben erträgt demnach 250Kilogr. raffinirten Zuckers.

Kurze Zeit nach meiner Ankunft in der Havannahhatte man aus Deutschland einige Proben jenes Runkelrü-benzuckers kommen lassen, von welchem es hiefs: ,,er be-drohe den Bestand der americanischen Zuckerinseln , K DiePflanzer überzeugten sich mit einer Art Schrecken , dafs

*) Herr Barruel rechnet 67,567 Waldjucharten (arpens deseaux et forets), zusammen 11 Seegeviertmeilen für denErtrag von 15 Millionen Kilogrammen rohen Runkelrüben-zuckers \Moniteur vom 22. März 1811)- Für die Culturin den Tropenländern habe ich 1,900 Kilogramme rohenZuckers auf die llectare angenommen. Ich verdanke diesehr genauen Angaben über die Fabrication des Runkelrü-benzuckcrs der Freundschaft und den gefälligen Mittbei-lungen des Hrn. Baron de Bessert, meines Collegen in derAkademie der Wissenschaften, welcher durch seine Anga-ben botanischer Arbeiten durch die ausnehmend grofsenHerbarien, die er besi/,t, und eine an wissenschaftlichen undstaatswirthschafiliehen Werken sehr reiche Bibliothek seitvielen Jahren die Bearbeitung der verschiedenen Theilemeiner Reise nach den Aequinoctialländern wesentlich erleich-tert und befördert hat.