Band 
Sechster Theil.
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Buch X.

lieber Weise nicht in Erfüllung gegangen. Das Zucker-rohr wird auf der Insel Cuba in der Regenzeit vom Juliusbis zum October gepflanzt: die Ernte findet vomllornungbis zum May statt.

Im Verhältnifs, wie durch allzuschnelle Urbarmachungdie Insel entholzt w 7 ard, haben die Zuckersiedereyen anBrennstoff Mangel zu leiden angefangen. Man hatte allzeitetwas bagasse (von Saft entledigtes Zuckerrohr) gebraucht,um das Feuer unter den alten Siedekesseln ( tachos ) zu be-leben; aber erst seit den durch die Auswanderer von St.Domingue eingeführten Reverberiröfen hat man versucht,überall kein Holz zu gebrauchen und bagasse allein nur zubrennen. Bey der alten Construction der Oefen und Sie-dekesse] wird eine tarea Holz, zu 160 Cubikfufs, ver-brannt, um fünf arrobas Zucker zu gewinnen, oder für100 Kilogramme rohen Zuckers bedarf man 278 CubikfufsHolz vom Citronen - oder Orangen-Baum. In den Rever-beriröfen von St.Domingue wurden mit einem Karren vonbagasse, zu 495 Cubikfufs, 640 Pfund rohen Zuckers be-reitet, welches 158 Cubikfufs bagasse auf 100 Kilogr. Zu-cker beträgt. Ich habe während meines Aufenthaltes inden Guinen, vorzüglich in Rio Blanco beym Grafen vonMopox, verschiedene neue Constructionen versucht, inder Absicht, den Bedarf von Brennstoff zu vermindern,den Herd mit Substanzen, die schlechte Wärmeleiter wä-ren , einzufassen und den Sclaven, die das Feuer unter-halten müssen, ihr Geschäft minder peinlich zu machen.Ein langer Aufenthalt in den europäischen Salinen undArbeiten der praktischen Halurgie, mit denen ich michin meiner frühesten Jugend beschäftigte, hatten mich aufdie Idee dieser Constructionen geführt, die mit einigem

und Cypressen. Im Jahr 1804 kosteten sie 14 bis 18 Realendas Stück.