Band 
Sechster Theil.
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Kapitel XXVIII.

der Tropenländer liefert; allein hinwieder gewinnen dieRunkelrübenfabriken an ersparten Frachten, Assecuran-zen und Gebühren , 10 Sols oder 3 / 4 des^Gesammtpreisesyom Pfund rohen Zuckers gegen den Colonialzucker.Wenn dieser leztere völlig durch einheimischen Zuckerersezt würde, so miifste die Einbufse der französischen Douanen im gegenwärtigen Stand der Dinge jährlich nahean 29 Millionen Franken betragen.

Ein in Europa ziemlich allgemein verbreiteter Irr-thum , welcher auf die Ansicht von den Wirkungen desAufhörens des Sclavenhandels Einflufs hat, ist dieser, dafsman glaubt, in den Antillen, welche Zuchercolonien hei-fsen, werde die Mehrzahl der Sclaven in den Zuckerpflan-zungen selbst gebraucht. Der Anbau des Zuckerrohrs istunstreitig einer der kräftigsten Beweggründe zur Bele-bung des Sclavenhandels; aber eine einfache Berechnungzeigt, dafs die Gesammtzahl der auf den Antillen befind-lichen Sclaven beynahe dreymal gröfser als die in den Zu-ckerpflanzungen gebrauchte Sclavenzahl ist. Ich habe vorbereits sieben Jahren gezeigt*), dafs, wenn die 200,000

Wurzeln 70 vom 100 Saft geben, so Iäfst sich annehmen,dafs man in gewohnten Jahren 3 l /a vom 100 rohen Zuckeraus dem Saft der Runkelrübe zieht. In einigen Oertlicli-keiten von Touraine enthält dieser Saft bis auf fünf vom100 krystallisirbaren Zucker, eben so wie in Java zuweilen25 bis 30 vom 100 Zucker aus dem Vezou des Zuckerrohrsgewonnen wird! Der Ertrag einer Hectare auf dieser Inselweicht indessen für das Erdreich von mittlerer Fruchtbar-keit nur sehr wenig von demjenigen Ertrag ab, hey demwir (Th. VI., S. 130) für die Insel Cuba stehen gebliebensind. Hr. Crawfurd berechnet den englischen Acre auf Javazum Ertrag von 1,285 Pfunden raflfinirten Zuckers, welcher1,445 Kilogr. auf die Hectare beträgt. {Hist, of the Ind.Arch., Tom. I., p. 476.)

*) Reise, Th. 3, S. 196.