Band 
Sechster Theil.
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Kapitel XXVIII.

würde demnach nur 66,000 Sclaven erheischen. Rechnetman zu dieser Zahl für die Culturen von Caffee und Ta-bak auf der Insel Cuba 56,000 andere, so erhellet, dafsvon den 260,000 Sclaven, die gegenwärtig dort vorhan-den sind, 100,000 ausreichen würden für die drey gro-fsen Zweige von Colonialindustrie, auf denen der Han-delsverkehr der Insel beruht. Her Tabak wird beynebensmeist nur durch weifse und freye Menschen gepflanzt.Wir haben oben gezeigt, und ich habe mich dafürder achtungswürdigsten Autorität der Consulado de la Ha-vane bedient, dafs einDritttlieil (52 vom 100) der Sclavenin den Städten lebt, und demnach jeder Art von Landes-cultur fremd bleibt. Wenn wir nun in Betracht ziehen,l) die Anzahl der in den haciendas zerstreuten, keiner Ar-beit fähigen Kinder; 2) die Nothwendigkeit in kleinenPflanzungen oder bey zerstreuten Culturen eine ungleichviel gröfsere Zahl Neger zu gebrauchen, um die nämlicheQuantität Zucker zu erzeugen, wie in ausgedehnlenPflan-zungen (culluresrennies) oder grofsen Werkstätten, so er-gibt sich, dafs von 187,000 über die Landschaft vertheil-ten Sclaven ein Viertheil mindestens oder 46,000, wederZucker, noch Caffee , noch Tabak erzeugen helfen. DerSclavenhandel ist nicht blofs barbarisch, er ist auch unver-ständig , weil er den beabsichtigten Zweck verfehlt. Ergleicht einem von Weitem herbeigeleiteten Flusse, vondessen Wasser mehr denn die Hälfte in den Colonien

hende Angabe: ,,Die Fruchtbarkeit unseres Bodens ist der-mafsen grofs, dafs bey uns in vortheilhaften Lagen 160 bis180 arrobas, auf der ganzen Insel 100 arrobas weifser undgelber Zucker auf einen Keger gerechnet werden können.Auf St. Domingue werden Gü gerechnet, auf Jamaica 70 ar-robas rohen Zuckers.“ Auf Kilogramme zurückgebrachtgibt diefs für Cuba 1,194 Kilogr. raffinirten Zuckers; fürJamaica 801 Kilogr. rohen Zuckers.