Band 
Sechster Theil.
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Buch JC.

selbst dem Boden, für den es bestimmt war, wieder ent-zogen wird. Diejenigen, welche stets wiederholen, dafsder Zucker nur durch Negersclaven cultivirt werden mag,scheinen nicht zu wissen, dafs der Antillen - Archipel1,148,000 Sclaven enthält, während der Gesammtbetragder Colonialerzeugnisse der Antillen nur aus der Arbeitvon fünf- bis sechshunderttausend hervorgeht.*) Be-rechne man den gegenwärtigen Stand der Industrie vonBrasilien , berechne man, wie viel Hände erforderlich sind,um den Zucker, Caffee und Tabak, die aus seinen Häfenausgeführt werden, dem europäischen Handel zuzuführen;besuche man seine heut zu Tage so schwach bearbeitetenGoldminen, und alsdann beantworte man sich die Frage:ob die brasilianische Industrie erheische, dafs 1,960,000Schwarze und Mulatten in Sclaverey gehalten seyn müs-sen? üeber drey Vieriheile dieser brasilianischen Scla-ven**) sind weder mit Goldwäschen, noch mit der Cul-

*) Um zu zeigen, wie keineswegs übertrieben diese Rechnungist, erinnern wir, dafs die Ausfuhr vom Antillen -Archipel287 Millionen Kilogr. Zucker und 38 Millionen Kilogr. Caf-fee beträgt, und dafs, wenn in ausgedehnten Pflanzungenund bey nur mittlerer Fruchtbarkeit 800 Kilogr. Zuckerund 500 Kilogr. Caffee (der Ertrag von 2,000 Sträuchen)auf einen Neger gerechnet werden, sich für die Erzeugnissedes ausgeführten Zuckers und Caffees der Bedarf von 435,000Landbauern ergibt; vermehrt man diese Zahl um einenDritttheil oder um die Hälfte, wenn man will, um der Min-derjährigen willen und wegen des Minderertrags der klei-neren Pflanzungen, so wird man doch immer noch bey652,000 Sclaven, auf 1,148,000 Sclaven von jedem Alter undGeschlecht, die in den Antillen leben (siehe oben, Th. 5.,S. 765.) stehen bleiben. Das Consulado nahm im Jahre 1811in Cuba für die Städte 69,000 und für die Landschaft143,000 Sclaven an.

**) Ein sehr unterrichteter Reisender, Hr. Calclelcugh ( Travelsin South America , Tom. I, p. 79.) berechnet die brasiliani-