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Buch X.
schwinden dermafsen, dafs man an verschiedenen La-gern zu glauben versucht ist, die Corallen-Steingebildeseyen unverändert an der Stelle geblieben. Die Gesammt-masse dieser Felsart der Cayen schien mir ein wahrhaf-tes Ralk-jigglomerat und dem Tertiär-Kalk der Halbin-sel von Araya *) nahe bey Cumana sehr analog zu seyn,jedoch einer viel jüngeren Formation anzugehören. DieUnebenheiten dieses Corallfelsens sind von einem Kon-chylien- und Madreporen delritus überzogen. Alles, wasüber dem Wasser emporsieht, ist zusammengesezt ausBruchstücken, die mittelst kohlensauren Kalks und Kör-ner quarzigen Sandes verkittet sind. Sollten sich ineiner grofsen Tiefe unter diesen aus Corallfragmentengebildeten Felsen noch lebendige Polypen-Gebäude be-finden, und sollten diese auf jurassischer Formation an-stehen? Ich weifs es nicht. Die Piloten glauben, dasMeer nehme in diesen Gegenden ab oder senke fcich, viel-leicht darum, weil sie die Cayen sich vergröfsern und er-höhen sehen, sey es durch Anschwemmungen vom Wel-lenschlag , sey es durch fortdauernde Agglutinationen.Unmöglich wäre jedoch nicht, dafs die Erweiterung desCanals von Bahama, welcher die Gewässer vom Gulf-Stream zuführt, im Laufe von Jahrhunderten eine ge-ringe Senkung der Gewässer südwärts von Cuba verur-sachen könnte und hauptsächlich im Golf von Mexico ,diesem Mittelpunct des grofsen Wirbels von dem pe-lagischen Strome, der den Vereinten Staaten entlangseinen Lauf nimmt und die Früchte tropischer Gewächseden Küsten von Norwegen zuführt **). Die Gestaltung
- . der
'*) Cerro del Barigon.
**) „The Gulf-Stream, bet ween the Bahamas and Florida ,is very little wider than Behring’s - Strait; and yet the wa-ter rushing trough this passage is of sufficient force andquantity to put the whole northern Atlantic in motion,