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Geologische Beschreibung der Inseln Madeira und Porto Santo / von G. Hartung ; mit dem systematischen Verzeichnisse der fossilen Reste dieser Inseln und der Azoren von Karl Mayer
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Geologische Verhältnisse.

sogar die sonst zwischenlagenulen Tuffe verdrängt. Fast möchte dies zumGlauben verleiten, es seien diese gröberen Massen im Bette einer Strömungangehäuft, während die leichten beweglichen Theile des Tuffs mehr zu denSeiten abgelagert wurden. Auch zeigt sich in den Lapillschichten eine eigen-thümliche Gliederung, ähnlich jener die so häufig bei Sandablagerungen un-serer Flüsse gefunden wird.

An der Nordspitze dieser kleinen' Halbinsel entdeckte Mr. J. Y. Johnsonim Jahre 1859 eine Schicht mit Blattabdrücken, nachdem er bereits früheran mehreren Stellen Stücke fossilen Holzes aufgefunden hatte. Die Pflanzenführende Schicht ist 2 bis 3 Zoll mächtig und enthält ausser grossen Blatt-äbdrücken häufig Gräser eingeschlossen, deren noch erhaltene Fasern wieBorsten an der verwitterten Gesteinsoberfläche ausragen. In Begleitung derrflanzen finden sich häufig Schwefelkiesknolleu in den Tuffen. Es liegt dieseSchicht im unteren Theile des Hügels nur wenige Fuss über dem nach derNordspitze führenden Weg. Wohl mag es als ziemlich wahrscheinlich anzu-nehmen sein, dass sich bei dauernder Nachforschung noch mehr Pflanzen-schichten würden auffinden lassen.

Mr. J. Y. Johnäons Sammlung, vervollständigt durch einige meinerFunde, lag Herrn Prof. 0. Heer zur Untersuchung vor.

Ueber die aus dieser Pflanzenschicht stammenden noch erkennbarenBlattreste, welche Prof. Heer in Zürich untersucht und auf Tafel VIII abge-bildet hat, macht derselbe folgende Mittheiluiig:

1. Car ex? Tafel VIII Fig. 2.

Breites Blatt mit 3 Längsfalten; einer mittleren und 2 seitlichen; diemittlere bildet auf der oberen Seite die Falte, die seitliche auf der untern.Zahlreiche Längsnerven, zwischen den stärkeren 1. 2. 3. und 4. feinereZwischennerven und ferner zarte Quernervcheu, welche nur die feinerenZwischennerven mit einander verbinden. Auf der einen'Seite sind im Gan-zen etwa 20, auf der anderen aber circa 30 solcher Längsnerven (stärkereund feinere) zu zählen.

Bei einem anderen Stück auf jeder Seite 30 Längsnerven; es iststark zusammengedrückt und die Falte nicht mehr erhalten. Es sind jeder-seits 7 stärkere Längsnerven, das erste Interstitium vom Bande aus mit 2,das zweite mit 1 Zwischennerven, alle übrigen aber mit 3. Ein drittes Stückstellt die Blattspitze dar. Fig- 3.

Stimmt in der Breite und Art der Faltenbildung des Blattes vollstän-dig mit Carex maxima Scop. überein und auch die Nervation lässt keineUnterschiede erkennen. Wir haben nehmlich auch bei C. maxima zwischenden stärkeren Längsnerven 13 etwas schwächere Zwischennerven, welcheebenfalls durch sehr feine Quernerven verbunden sind. Der ßepresentant