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Geologische Beschreibung der Inseln Madeira und Porto Santo / von G. Hartung ; mit dem systematischen Verzeichnisse der fossilen Reste dieser Inseln und der Azoren von Karl Mayer
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Die Insel Porto Santo.

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Die Insel Porto Santo.

Beinah 22 Minuten von der äussersten und östlichsten Spitze. Madeirasentfernt erhebt sich der südwestlichste Punkt des Ilheo de Baixo, eineskleinen Eilandes, das nur durch eine schmale Meerenge von der Insel PortoSanto getrennt ist. Diese hat mit Einschluss des genannten Eilandes vonSW nach NO eine Längenausdehnung von 7 3 / 4 und in der Richtung vonSO nach NW mit dem Ilheo de Cima, einem anderen der Hauptinsel ganznahe gelegenen kleinen Eilande, eine grösste Breite von 4 Minuten. Ohneden Bheo de Cima beträgt die Breite im nordöstlichen Drittel von Porto Santonur 3%, im mittleren Theile etwa 2 '/ 4 und im südwestlichen Drittel nur1 y a Minuten. Der von dem Küstensaum umspannte- Flächenraum der gan-zen Insel umfasst etwa 12' ( 4 Minuten, eine Zahl die durch Hinzurechnungder Grundfläche der drei kleinen Eilande Ilheo de Cima, Ilheo de Baixound Ilheo do Ferro nur etwa um eine halbe Minute vermehrt wird.

An dem Gebirge ist, wie bereits in dem über die Bergformen handeln-den allgemeinen Abschnitt gezeigt wurde, weder die Gestaltung eines grös-seren Vulkanes zu entdecken, noch sind irgendwo Anzeichen vorhanden, dasseine solche Gebirgsform ursprünglich bestand und erst in Folge spätererEinwirkungen zerstört ward. Der in der Richtung von NO nach SW ge-zogene Durchschnitt (Tafel IV Fig. 1) stellt einen Höhenzug dar, welcherin der Mitte der Insel zu einem niederen Strich Landes herabsinkt und, wieman in Fig. 2 Tafel IV sehen kann, in dem nordöstlichen Drittel durchEinsattelungen von parallel verlaufenden Höhen getrennt wird. Die der . vor-herrschenden Windesrichtung zugekehrten nordwestlichen und nordöstlichenKlippen ragen durchschnittlich am höchsten empor und sind näher an dieWasserscheide des Gebirges herangerückt als die südöstliche Küste, wo sichein flacher sandiger Strand etwa 4 1 /* Minuten,, vom Fusse der Klippe beiCasas velhas bis an das südwestliche Ende der Insel, ausbreitet. Ja es ist sogar,ähnlich wie an der Ponta de S. Lourengo, von der ursprünglichen Bergformdes mittleren Inselstrichs, da wo die Dünenbildung ansteht, nur noch dasgegen SO abgedachte Gehänge übrig geblieben. Und überhaupt erweitertsich, wie man auf der kleinen Karte (Tafel I) und an den Durchschnitten(Tafel IV Fig. 1 nnd 2) sehen kann, der Unterbau der Insel Porto Santoin einer Meerestiefe von 200 Faden oder 1200 Fuss in beinah ebenso be-deutendem Maasse als an der schmalen und niederen Ostspitze von Ma-deira, denn die Ausdehnung des Gebirgsstockes steigert sich in jener Tiefe