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HÖCHSTE SPITZE DES MÜNTE-ROSA.

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Ulrich und Gottlieb Studer , 1 deren schöne Arbeiten über die Topographie undGeographie der Walliser Alpen allgemein bekannt sind. Im Jahre 1848 sind ihreFührer Maduz und Mathias zum Taugwald von dem Sattel bis zur Spitze hinauf-gestiegen, nämlich auf jene gegen Osten gelegene Erhöhung des Felsenkammes; esist dieses derselbe Punkt, welchen auch wir bestiegen haben. Es sei uns gestattetbeizufügen, dass wir bei unseren Beobachtungen auf diesem Gipfel Gelegenheit hat-ten die erste barometrische Messung desselben auszuführen.

Wir verliessen Zermatt am Morgen des 21. August. Der erste Tag wurde nurdazu verwendet, auf einen hohen Punkt zu gelangen, wo wir die Nacht zubringenkonnten, um’so viel als möglich den Weg des folgenden Tages abzukürzen.

Wir hatten unser Nachtlager „In den Gadmen “ bei 2753 M. 8475 F. Man findetdort einige kleine Mauern von Gesteintrümmern in der Nähe einer natürlichenHöhlung der Felsen errichtet, welche nur wenig Schutz gewähren; wir hätten da-her fast ebenso gut unser Nachtlager am Fusse der Felsen „Ob dem See“ auf dementgegengesetzten Ufer des Gletschers nehmen können; aber der erstere Platz, der-selbe, welchen auch die Herren Ulrich und G. Studer benützten, hatte den Vor-theil , noch einige kleine Gesträuche von Wachholder zur Unterhaltung des Feuerszu bieten.

Der Weg von Zermatt nach den Gadmen , auf welchem man nicht der gering-sten Schwierigkeit begegnet, kann leicht in einem halben Tage zurückgelegt wer-den; wir langten daher sehr frühzeitig dort an. Es erlaubte uns dieser Umstand, wiewir gehofft hatten, mehrere der Versuche zu wiederholen, welche wir am folgendenTage auf dem Monte-Kosa anzustellen beabsichtigten, so wie die nöthigen Instru-mente in Ordnung zu bringen.

Den 22. standen wir um 3 Uhr des Morgens auf; die Kälte hatte uns währendder Nacht weniger belästigt als wir gefürchtet hatten, obgleich der Himmel sehrrein und die Strahlung sehr lebhaft war. Der Thermometrograph war nur auf— 3,8°C. herabgegangen, was auch noch die Lufttemperatur um 3 Uhr war.

Wir brachen vor 4 Uhr auf, um zuerst den rechten Zufluss des Gorner -Glet-schers zu überschreiten, welcher zwischen dem Weissthore und dem Nordende herab-kömmt; wir begannen erst ziemlich nahe dem andernUfer, etwas oberhalb der Fel-sen Ob dem See, stärker anzusteigen.

Der Weo-, welcher auch auf unserer Karte angegeben ist, zieht sich zwischenden Abhängen des Nordendes und zwischen einem kleinen secnndären Kamme hin-durch, welcher mehr durch die Unebenheiten des schneebedeckten Bodens und durchzerstreute hervorstehende Felsen, als durch eine ununterbrochene Felsenlinie gebildetwird; dieser kleine Kamm ist zuerst sichtbar unterhalb des Nordendes.

1) Der Bericht dieser Unternehmungen befindet sieh in dem interessanten Buche von Ulrich : dieSeitenthäler des Wallis , 1S50.

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