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SEDIMENTÄRE FORMATIONEN.

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in kleineren Gebirgen, in welchen nur die älteren, in der Tiefe liegenden Felsarteneine gleiche Zusammensetzung und Structur besitzen. Es war daher von grosserWichtigkeit, als später, zuerst durch Alexander Brogniart, Buckland und Bakewf.u.,in vielen dieser so harten Kalksteine der Alpen eine bedeutende Anzahl von Thierrestenentdeckt wurde, welche sie mit grosser Bestimmtheit und Deutlichkeit genau m die-selbe Entstehungsepoche mit anderen ziemlich neuen Ablagerungen versetzte, die inden Gebirgen Englands und Deutschlands oder in dem grossen tertiären Becken vonParis von sehr wenig festen, thonigen und sandigen Bestandtheilen gebildet werden.

Die grossen geologischen Formationen, welche bis jetzt auf der Erdoberflächeunterschieden wurden, lassen sich auch mehr oder minder vollständig indem Gebieteder Alpen nachweisen. Das gründliche und vergleichende Studium der organischenEinschlüsse und der Lagerungsverhältnisse der verschiedenen Schichten-Systeme inden Alpen ist erst seit zu kurzer Zeit begonnen worden, um bereits mit Sicherheitdie einzelnen Unterabtheilungen bestimmen und ihre Verbreitung in diesem ausge-dehnten Gebiete verfolgen zu können. Jedoch haben die neueren Untersuchungenbereits bewiesen, dass die verschiedenen sedimentären Formationen hier nicht weni-ger mannigfaltig entwickelt sind, als in anderen Theilen der Erde, und dass mannach denselben paläontologischen und stratigraphischen Principien, welche in einfa-cheren und regelmässigeren Gebirgssystemen bereits zu schönen Resultaten geführthaben, auch eine bestimmte und klare Uebersicht über die Gliederung der Forma-tionen in den Alpen und über die Ilebungsverhältnisse derselben erhalten wird.

Die Ueb ergangsformation (oder die paläozoischen Bildungen), aus jenenAblagerungen bestehend, welche in den Meeren der Urwelt ei folgten, nachdem zu-erst Tliiere auf der Erdoberfläche erschienen waren, ist in der Horm schwarzerSchiefer und dunkler Kalksteine ziemlich verbreitet in den östlichen Alpen, in Steier-mark und Salzburg , während es sehr auflallend ist, dass sie in den westlichen Alpennoch nirgends aufgefunden wurde. Die Steinkohlenformation, in welcher durchdie Anhäufung der Stämme von liesigen Farren, Equiselaceen u. s. w. die grossenKohlenmassen im Innern der Erde aufgespeichert wurden, ist in den westlichen Alpen,in Savoyen und in der Tarentaise durch ausgedehnte Felsschichten vertreten, welche,wie es scheint, "emäss den darin eingeschlossenen zahlreichen Pflanzenresten wohlzur Steinkohlenperiode gerechnet werden müssen, * obgleich die Lagerungsverhältnisseviele Schwierigkeiten und Anomalieeu darbieten. Auch in den östlichen Alpen wurdediese Formation neuerdings durch A. von Mori.ot und durch Ungeu an einigenPunkten nachgewiesen . 1 2

1) 0. IIeer in seiner schönen Bearbeitung der Anthracit-Pflanzen der Alpen (v. Leonhard u. Bronn'sJahrbuch 1850 S. 657) hat sich, durch viele Vergleiche unteistützt, dafür ausgesprochen, dass diese Schich-ten zur Steinkohlenperiode gehören; ebenso wie Alex. Brogniart (Annales des Sciences natur. 1849 p. 298).

2) Vergl. P. v. Hauer, über die Gliederung der geschichteten Gebirgsbildungen in den östlichenAlpen und den Karpathen. Sitzungsberichte der Wiener Akademie, Februar 1850.