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GIPFEL lJEll 1I0CIIALPEN.

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sind, als 1111 den Thalgehängen. Die Gipfel der Berner Alpen , desMonte-Rosa , des Mont-Blane oder des Monte-Viso fallen im Mittelnach allen Seiten mit Neigungen von 45° bis 50° ab; ziemlich häufigfindet man selbst 55° bis 00°. Die steilsten Abdachungen, von 70° bis 80°,kommen vorzüglich an schmalen Felsennadeln vor; zum Beispiel an den Aiguillesdes Mont-Blanc , welche aus fast vertikal stehenden Granittafeln bestehen, oderauch an einigen Spitzen des Monte-Rosa u. s. w. (an welchen jedoch die Glinnner-schieferschichten nur mit 15—20° geneigt sind). Es scheint, dass die gegenwärtigeForm dieser obersten Felsgipfel vorzugsweise durch die Verwitterung und durch dieZertrümmerung des Gesteines bei dem Eindringen und Gefrieren des Wassers be-dingt wird.

Die Gipfel der Alpen sind bekanntlich nur Theile der Kämme, welche theils inden höchsten Thälern als die Begrenzung der verschiedenen Firnmeere zwischen denSchneemassen hervorragen, theils unmittelbar den unteren, breiten Bergrücken auf-gesetzt sind. Diese Kärnme zeichnen sich, ebenso wie die Gipfel selbst, im allge-meinen durch ihre grössere Steilheit im Gegensätze zu den sanfter geneigten Berg-abhängen aus, welche die Thäler einschliessen. 1 Ein ideales Querprofil derBergketten, welches von den Kämmen und Gipfeln über die unterenAbhänge bis in die Thäler, am Fusse des Gebirges, herabreicht, zeigtalso in den oberen Theilen eine stärkere Neigung als in den unteren,ebenso wie es bei dem Längenprofil der Thäler der Fall ist.

Man erhält in beiden Fällen eine nach aussen concave Curve; das \erhältnissdes sanfter ansteigenden zum steileren Theile ändert sich dabei nach der Breite undHöhe der Gebirgszüge je nach der verschiedenen Läugenentwickelung eines Thaies.

Das Auftreten von schmäleren Kämmen und von Gipfeln wird sehr häufigerst bei einer bestimmten Höhe vorherrschend. Es wird dadurch nicht nur derCharakter und die äussere Gestaltung eines Gebirges oberhalb dieser Grenze zwi-schen den Kämmen und den flacheren Abhängen sehr verändert, sondern es fälltmit dieser Grenze zugleich eine sehr merkliche Veränderung in der Massenabnahmezusammen. Gerade in ihrer Nähe wird der Unterschied zwischen der Masse festenGesteines in den oberen und den tieferen Theilen eines Gebirges am entschieden-sten hervortreten. Denkt man sich in gleichen Höhenabständen Ebenen parallel mitder Oberfläche der Erde durch ein Gebirge gelegt, so wird der Unterschied in derMenge des festen Gesteines, welches zwei sieh folgende Ebenen durchschneiden, fürjene beiden Ebenen am grössten sein, welche gerade diese Grenze der Kämme undder flacheren Abhänge zwischen sich einschliessen. Für die physikalische Geographie

1) Das Gabelhorn, auf Taf VII, dürfte als Beispiel fiir die Art und Weise angeführt werden, inwelcher diese Kämme und Gipfel mit den tieferen, sanfter abgedachten Bergmasscn verbunden sind.Auch auf Taf. VI der früheren Untersuchungen „Uebersicht des Venterthaies“ lässt sich die stärkere Nei-gung der Kämme und Gipfel im Vergleiche mit den Hialgchüngen leicht erkennen, ./