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BEOBACHTUNGEN ÜBER DIE NEIOUNCiSVEKHÄLTNISSE.

ist es in vieler Beziehung von Wichtigkeit 1 die Höhe dieser Grenze etwas näher ken-nen zu lernen.

Obgleich die Lage derselben, wie natürlich, manchen Unregelmässigkeiten unter-worfen ist, so lassen sich doch bei einer allgemeinen Betrachtung einige mittlereWerthe auffinden. Ich glaube nach mehrfach wiederholten Beobachtungen und Verglei-chungen die folgenden Zahlen mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit annehmen zu können.

In den höchsten Gruppen der Kalkalpen am Nordwest-und Westrande des Gebirges, bei einer Gipfelhöhe von 9000bis 10000', liegt die Ebene, oberhalb welcher die steilen, schma-len Kämme und Gipfel in grösserer Anzahl aufzutreten begin-nen, so dass hier die rascheste und bedeutendste Veränderung

in der Gesammtmasse des Gebirges stattfindet, bei .... 5500 bis 6000 P. F.

In den Central-Alpen von Tyrol, im Berner Oberlandeu. s. w., bei einer Gipfelhöhe von 12000 bis lo000 liegt dieseGrenze bei. 7000 bis 7500'

In den hohen Gebirgsmassen von Wallis und Savoyen , amMonte-Rosa und am Mont-Blanc befindet sich dieselbe bei . 8000 bis 8500’

Felsenwände, welche bisweilen in ziemlich bedeutender Ausdehnung den regel-mässigen Verlauf der Abhänge unterbrechen, zeigen dann zugleich die auffallendstenAusnahmen von den ^gewöhnlichen Formen und Neigungsverhältnissen.

Die Beispiele, welche ich über den Grad der Steilheit derselben gesammelt habe,lassen erkennen, dass die mittlere Neigung von 1000 bis 5000' hohenWänden gewöhnlich 60° bis 65° nicht übersteigt; nur selten kommenNeigungen von 70° bis 75° vor, während einige der steilsten Stellen als Maximum80° bis 85° auf sehr geringe Ausdehnung zeigen. 2

Schutthalden.

In Tabelle \ sind einige Angaben über ihre Neigungsverhältnisse zusammen-gestellt. Bekanntlich hat zuerst Elie de Beaumont , 3 und später Leblanc, 4 sehr

1) VeM hierüber die allgemeine Darstellung der physikalischen Verhältnisse der Alpen , m der

vierten Abtlieilung dieses Buches. sjr .. , . .

„ . , c .Lichten am Mont-Blanc bewirkt zuweilen, dass an manchen Stel-

2) Die steile Aufrichtung der behicDten * ’

, T Tragen von Schichten biosgelegt werden und zahnartig hervor-

len, wo durch die Verwitterung einzelne Da 0 en , ...

, , ... ... flächen auftreten; doch sind solche tormen verhaltnissmassig

stehen, senkrechte, selbst uberhangende xi&wvi *

sehr selten, und auch ihre Grösse ist nie sehv bedeuten . .

3) Recherche, sur le MontEtna; in dem vierten Bande der Memo.res pour servir ä une descriptionrreologique de la France par Pufrenoy et E. de Beaumont. pag. -08.

® „ ,i ÖC *oi 17 c dans les montagnes. Bull. d. I. societe geolog.

4) LeblAnc, sur le maximum d’inclinaison des taius ° ’ v ° °

de France XIV. p. 85. 1843.