ÜBEKSICIIT HEIi FELSAKTEN.
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etwas schärfer von dem grünlichen Pikrolithe ah, in welchem kleine Magneteisen-steinkörner eingesprengt sind.
Es kann die weisse faserige Masse eine ziemlich grosse Entwickelung erreichen;sie hat in ihrer äusseren Erscheinung viel Aelmlichkeit mit manchen Abänderungendes Asbestes, wie Amianth (Bergflachs), Bergleder oder Bergkork. Ihre innigeVerwachsung mit dem Pikrolithe und die verschiedenen allmähligen Uebergänge,ebenso wie der starke Wassergehalt und das Verhalten vor dem Löthrohre scheinenjedoch zu zeigen, dass diese weissen Substanzen wohl als faserige Abänderungendes Pikrolithes betrachtet werden müssen. Man findet dieselben auch unmittelbarauf dem Serpentin aufsitzend und damit verwachsen; feine weisse Nadeln zeigensich ferner auf oder zwischen den Granaten, dem Chlorit u. s. w. und umhüllen klei-nere Partieen dieser Mineralien.
Strahlstein, in einer feinen Strahlsteingrundmasse eingewachsen, kömmt vorauf Rympfischwäng, am Riflelberge, in den kleinen Serpentiiistreifen, welche in denUmgebungen der Vincenthütte dem Gneiss oder Glimmerschiefer eingelagert sind,und an verschiedenen anderen Punkten.
Vorzugsweise auf Rympfischwäng, in den Bergen oberhalb Findelen, theilweisejedoch auch am Riffelberge, auf der Nase und in den Moränen des Indren-Gletschers,finden sich in dem Serpentin und den Schiefern eingewachsen oder auf Spalten:
Epidot, in schönen grossen Prismen oder in feinen Nadeln; Diopsid, Tur-malin, Idocras, in sehr schönen, brauneu Krystallen und in kristallinischen stäng-ligen Massen, zwischen denen einige kleine bräunliche und grünliche Krystalle zei-streut sind; ferner schwarzer, gelber und grüner, zuweilen sehi liellei und fastweisser Granat; Magneteisenstein in grossen und in zahlt eichen kleinerenKrystallen; Prehnit und Chlorit (Pennin). Antigorit kömmt im Uysthale vor;es fielen mir ein Paar kleinere Stücke desselben in den Geschieben des Baches zwi-schen Noverseh und Gressoney la Trinite aut; ich erhielt jedoch später auch schönePlatten von 6 bis 8 Zoll Länge, welche in den Serpentinmassen in den Umgebun-gen der Lavezalpe gefunden worden waren.
Die Erzgänge, welche wie man weiss in den Umgebungen des Monte-Rosa in Piemont sehr häufig sind, enthalten vorzugsweise goldführenden Schwefelkies,ausserdem auch silberhaltigen Bleiglanz, Kupferkies und Antimonglanz. Das Gang-gestein ist ein weisser Quarz; aber in einigen Gängen, z. B. in der Nähe der Vin-centhütte, am Hochlichte u. s. w., findet man einen sehr dichten dunkelgrauenQuarz, welcher in ein graues, mit weissen Glimmerblättchen und grünen Strahl-steinnadeln dicht verwachsenes Quarzgestein übergeht. Die Erzgänge stehen ge-wöhnlich sehr steil, fast vertical und durchkreuzen sich in sehr verschiedenen Rich-tungen; man kann einzelne derselben ziemlich weit an den kahlen Felsenwänden ver-folgen. Die höchsten dieser Golderzgänge sind jene, welche in der Nähe der Vincent-hütte früher in verschiedenen Stollen zwischen 9500 und 9800 Fuss abgebaut wurden.
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