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11ERITNGS VERHÄLTNISSE.

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lialb Zermatt verzweigt sicli das Thal. Der Zmnttgletsclicr und der Gornergletscher nehmen die beiden grossen Mulden am Ende desselben ein. Der Gornergletscher ziehtin seinen oberen Theileu von Westen nach Osten und scheidet die Gneissmasse desMonte - Rosa von den Schiefern des Riffelberges.

Unser Profil führt in südsüdwestlicher Richtung über das Matterjoch hinweg,welches eine breite, merkwürdige Einsattlung zwischen dem Mont-Cervin auf dereinen, und dem Breithorne, Lyskamme u. s. w. auf der anderen Seite bildet. Aufden Abhängen der Berge findet man hier nur einige kleine muldenförmige Vertie-fungen und einen Wechsel von steileren Abfällen mit etwas ebeneren Stellen, wiez. B. Auf der Mauer, in Plan Torette u. s. w. Erst am südlichen Fusse des Passes,in Brcuil, ist wieder ein schönes Thalbecken entwickelt.

Man durchschneidet auf diesem Profile den breiten Zug krystallinischer Feld-spathgesteine, welcher von Studer 1 als Centralmasse der Walliser Alpen bezeichnetwurde; er beginnt nach seinen Beobachtungen auf der linken Seite des Aostathales,bei Val Pellina und reicht bis in die Nähe des Albrunpasses, westlich vom For-mazzathale.

Am Eingänge des Thaies stehen die gewöhnlichen Grauen Schiefer an, welchemit Säuren stark brausen und zuweilen mit einzelnen Lagen eines grauen, sehrkrystallinischen Kalkes wechseln. Die Schichten fallen mit 30 bis 35° nach S.70 bis 77 W. 1 2

Auf der rechten Seite des Thaies haben sich an verschiedenen Stellen Lagervon grauem und gelblichem Kalktuff gebildet, welche ziemlich mächtig werden undeinige kleine Gehäuse von Ilelix u. s. w. einscliliessen. Dieser Tuff wird in dombenachbarten Vispacli zu Bauten benützt. Der zahlreiche Schutt, welcher durchdie leichte Zerstörbarkeit der Schiefer entsteht, hat etwas unterhalb Stalden zurBildung mehrerer Erdpyramiden Veranlassung gegeben.

Zwischen den Schiefern ist auf den Abhängen an der linken Seite des Thaieseine grössere Masse von Topfstein eingelagert. In seiner Nähe bemerkt man einschaliges, feiuschieferiges, wellenförmig gekrümmtes Quarzgestein, mit sehr viel Talkauf den Bruchflächen.

Die Gneisszone, welche man in der Nähe von Stalden betritt, zeigt an ihrenRändern mannigfache Uebergänge. Ihre Gesteine sind innig verwachsen mit denGrauen und Grünen Schiefern, welche sie im Norden und Süden begrenzen. Ichsucht# die krystallinischen Schiefer, welche hier mehr oder minder regelmässig dieFeldspathgesteine begleiten, durch eine Schraffirung auf dem Profile zu unterschei-den ; eine scharfe Trennung scheint jedoch nicht möglich zu sein.

1) Geologie der Schweiz . I. 204.

2) Da auf dem Profile die Höhen fünfmal grösser eingetragen sind als die Lungen, so mussten liierdie Schichten steiler gezeichnet werden, als cs in der Natur der Fall ist.