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UE1UJNGSVERI1ÄLTNISSE.

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von ihrer etwas nach Westen geneigten Stellung. 1 Diese westliche Dichtung scheintden Uebergang zu vermitteln in das W. N. W.- und N. W.-Fallen; dieses herrscht,wie wir bereits früher sahen, überall in der Verlängerung dieses Profils in den wei-ter nördlich gelegenen Gipfeln des Monte-Rosa , und in den Felsenkämmen, welcheaus den Firn- und Eismassen des Gorner -Gletschers hervorragen.

Als allgemeiner Charakter in der Structur der Monte-Rosa -Gruppe tritthervor, dass die Grauen und Grünen Schiefer und der Serpentin von der centralenGneissmasse ab fallen und derselben ihre Schichtenköpfe zukehren.

Im Wallis , auf der Nordwest- und Westseite des Monte-llosa, fallen die Schich-ten nach N. W. oder W. N. W., während auf der entgegengesetzten östlichen undsüdlichen Abdachung, in Piemont , theils Südfallen, theils Südwest- und Südost-fällen herrscht. Die Schiefer ruhen in gleichförmiger Lagerung auf den Gneiss-schichten, welche mit ihnen die antiklinale Stellung an den beiden Seiten der Ge-birgsgruppe theilen. Die centrale Gneissmasse zeigt, wenn man die Lagerungsver-hältnisse an verschiedenen Punkten zusammenfasst, in grossartigem Massstabe einegewölbeartige Biegung der Schichten. Die Gewölbestructur ist durch mehrere Ein-schnitte und Thäler unterbrochen, unter welchen das Circusthal von Macugnaga dasgrösste und wichtigste ist.

Der Monte-Eosa bildet jedoch nicht eine einfache, regelmässige Gewölbe-kette; in dieser müsste der Scheitelpunkt des Gewölbes und somit die horizontalenSchichten die höchsten Theile des Gebirges einnehmen; man beobachtet im Gegen-theile in dem ganzen Hauptkamme und an den Gipfeln des Monte-Rosa eine deut-liche Neigung der Glimmerschieferschicliten gegen W. N. W., welche sich an derVincentpyramide gegen Westen umdreht, mit Winkeln von 12—20°. An den weitniedrigeren Bergen, welche im Osten der .steilen Abdachung des Monte-Eosa-Kam-mes gegenüberstehen, am Pizzo-Biänco und an der Cima delle Loccie herrscht an-fangs noch schwaches N. W- und W. N.W.-Fallen, welches erst später in das ent-gegengesetzte S. W.- und Süd-I' allen übergeht. Man muss zur Erklärung dieserund ähnlicher Verhältnisse wohl annehmen, dass sich bei der Erhebung so ausge-dehnter Felsmassen vertikale Spalten gebildet haben, auf welchen partielle Senkun-gen und Verwerfungen stattfanden; es konnten hierbei unter dem grossen Druckeder Gesteinmassen in der Nähe manche Unregelmässigkeiten der Schichtenstellungbewirkt werden und auch zum Theil neue secundäre Hebungen entstehen.

1) Bei der mittleren Richtung des Durchschnittes von Süden nach Norden müssten die nach Westenfallenden Schichten der Vincentpyramide hier als horizontal erscheinen; da jedoch das Profil sich in denoberen Theilen etwas nach Nordwesten umbiegt, so schien es mir nicht unpassend, die gegen Westengerichtete Neigung dieser Schichten noch anzudeuten.